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Führungskräfte im privaten und öffentlichen Bereich

Festgenagelt auf ihren Sektor

Führungskräfte bewegen sich in Deutschland in zwei verschiedenen Galaxien, zwischen denen es kaum Berührungspunkte gibt. Wer einmal in der Privatwirtschaft gelandet ist, der wechselt im Verlauf seiner Karriere in den seltensten Fällen in den öffentlichen Sektor – und umgekehrt. So das Ergebnis einer Untersuchung, die die Hertie School of Governance, Berlin, gemeinsam mit der Managementberatung Egon Zehnder durchgeführt hat und die auf insgesamt drei Einzelstudien aus den Jahren 2010, 2013 und 2014 beruht. Laut der Analyse haben nicht einmal zehn Prozent der Befragten mindestens fünf Jahre Berufserfahrung im jeweils anderen Sektor gesammelt. Zudem fehlt es an Berührungspunkten im täglichen Business: Für Manager aus der Privatwirtschaft stehen Führungskräfte aus dem staatlichen Sektor als Kontaktgruppe an vorletzter Stelle. Für die Chefs aus der Verwaltung rangieren Führungskräfte aus der Privatwirtschaft etwa im Mittelfeld der wichtigsten Kontaktgruppen – doch der Kontakt zu ihnen gestaltet sich sehr unbefriedigend. Während die Privatwirtschaft kaum Klagen hat, machen die staatlichen Stakeholder eher schlechte Erfahrungen mit der Privatwirtschaft. 'Deutschland fällt im Vergleich zu anderen Industrieländern stark aus dem Rahmen', kommentiert Studienleiter Gerhard Hammerschmid die schlechte Zu­­sammenarbeit. Dem Professor of Public and Financial Management an der Hertie School of Governance zufolge ist der Mangel an guter Kooperation deshalb ein Problem, weil sich viele Herausforderungen, vor denen Wirtschaft und Gesellschaft stehen, nur sektorenübergreifend lösen ließen – beispielsweise die Herausforderung demografischer Wandel.
Autor(en): (jum)
Quelle: managerSeminare 203, Februar 2015
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