Management

Führung 2000

Zukunft hat viele Gesichter

Lust statt Last, Ökologie plus Ökonomie - mit eingängigen Formeln beschwören Zukunftsforscher die Führung im Jahr 2000. Der Managementstil wird sich ändern müssen, Führungskräfte werden sich in erster Linie um Visionen kümmern, die Schlagworte für die Unternehmen lauten Personalmarketing und social care.
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'Erklären Sie mir doch bitte, was mir Ihr Unternehmen bieten kann'. Neugierig-interessiert blickt der Bewerber seinen zukünftigen Arbeitgeber an. Statt den forschen Kandidaten vor die Tür zu setzen, beginnt der Geschäftsmann wie selbstverständlich die Vorteile seines Unternehmens aufzuzählen.

Was sich heute noch anhört wie der Wunschtraum jedes Jobsuchenden, ist nach Ansicht des Hamburger Trendforschers Matthias Horx schon bald Realität. Er prognostiziert die Umkehr des gewohnten Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Verhältnisses. 'Die Unternehmen werden händeringend versuchen, die Besten anzulocken - und zu halten. Sie werden die Bewerber bei ihren Mitarbeitern sein.' Seine Begründung für den Rollentausch: 'Komplexe Intelligenz ist kostbar, sie ist die eigentliche Ressource in einer Arbeitswelt, die nicht mehr auf der Idee der Maschine - des Räderwerks - basiert.' Ein Stichwort für das Management der Zukunft lautet demnach Personalmarketing. Die Unternehmen werden ihr Möglichstes tun müssen, um ein gutes Image bei derzeitigen und künftigen Mitarbeitern und Führungskräften zu erlangen.

Um die Attraktivität von Unternehmen ist es nicht immer gut bestellt. Das zeigt nicht zuletzt eine Untersuchung der Bad Harzburger Akademie für Führungskräfte der Wirtschaft. Demnach fühlen sich die knapp 250 befragten Führungskräfte in ihrer Arbeit durch insgesamt 21 Innovationshürden behindert. Ganz obenan steht der Zeitmangel (83 Prozent). Zudem wird beklagt, daß sich Mitarbeiter zu wenig verantwortlich fühlen für Neuerungen (81 Prozent). Innovative Vorschläge würden viel zu langsam in die Tat umgesetzt (80 Prozent), Unternehmensleitungen stellten zu wenige Ressourcen zur Verfügung (79 Prozent). Insgesamt, so das Fazit der Studie, sind vier Hauptgründe für Innovationschwächen in Unternehmen auszumachen: mangelnde Führungsfähigkeiten, organisatorische Mängel, persönliche Probleme von Führungskräften und Widerstände gegenüber Veränderungen.

Um die Unternehmen in Zukunft attraktiv zu gestalten, müssen sich die Führungsstile ändern - klingt es unisono aus Expertenmund…
Autor(en): Beate Henes-Karnahl
Quelle: managerSeminare 35, März 1999, Seite 26-31
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