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Spezialisten to go

Freelancer

Sie sind flexibel einsetzbar, bringen frisches Wissen von außen ein und arbeiten eigenständig. Die Rede ist von Freelancern. Immer mehr Unternehmen arbeiten mit den freien Spezialisten zusammen. Den passenden zu finden, ist allerdings gar nicht so einfach. Noch schwieriger ist es, ihn zu führen und seine Arbeit zu steuern.

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Die Sonnenbrille steckt auf der Kapuze eines weißen Pelzmantels, auf der Hand des Models sitzt eine Schleiereule, die eigens für das Foto-Shooting von einer Falknerei geliehen wurde. Model und Eule fixieren den Betrachter. Das Model lächelt, die Eule nicht.

'Polar Lights' ist der Titel dieser Fotostrecke, mit der das Special-Interest-Magazin Eyewear Sonnenbrillen ins rechte Licht rückt. 'Uns hat neulich jemand gesagt, wir seien die Vogue der Brillenmode', sagt Stefan Dongus. Er ist Geschäftsführer der Kölner Agentur Monday Publishing, die Eyewear herausgibt. Der Unterschied zur Vogue: Bei Monday Publishing sind inklusive Geschäftsführer nur vier Leute festangestellt. Alle anderen – Fotografen, Models, Stylisten, Make-up-Artisten, Setbauer, Texter und Grafiker – arbeiten als Freelancer.

Die Mediensparte ist eine der Branchen, die ohne Freelancer in ihrer jetzigen Form nicht denkbar wäre. Zu starr wären die Strukturen, zu hoch die Sozialabgaben, zu lang die Vorlaufzeiten, zu bindend die Verträge. Ähnlich häufig eingesetzt werden Freelancer in der IT- und mit Abstrichen in der TK-Branche, aber auch weniger schnelllebige Sparten wie die Energiewirtschaft, die Automobilindustrie sowie Banken und Versicherungen setzen zunehmend auf die Einzelkämpfer, die ihren Namen von den Söldnern haben, die im Mittelalter als freie Lanzer für den Kriegsherrn, der am besten zahlte, in die Schlacht zogen. Niemand zählt sie genau, doch Schätzungen zufolge soll es inzwischen zwei Millionen Freelancer in Deutschland geben.

Bald könnten es noch deutlich mehr werden. Nach Informationen des Handelsblatts hat IBM gerade ein Projekt in der Pipeline, das – sollte es ein Erfolg werden – dem Markt der freien Mitarbeiter noch einmal einen Schub versetzen dürfte. Dem Bericht zufolge bastelt der IT-Konzern an einer Internetplattform, auf der sich freie Mitarbeiter aus der ganzen Welt präsentieren und nach bestimmten, von IBM entworfenen Qualitätsmerkmalen zertifiziert werden. Ähnlich wie bei Facebook könnten die Freelancer in dem Modell Bewertungen und Zeugnisse der Arbeitgeber erhalten, die dann von anderen Unternehmen eingesehen werden. Angeblich plant IBM künftig einen Großteil der Arbeit durch die in der Cloud organisierten freien Spezialisten erledigen zu lassen, der Konzern soll nur noch von einer kleinen Kernbelegschaft geführt werden.

Extras:

  • Veranstaltungstipp: Tagung 'Arbeits- und Beschäftigungsformen im Wandel' in Düsseldorf
  • Literaturtipp: Kurzrezension eines Sammelbandes mit wissenschaftlichen Aufsätzen zum Thema Freelancer

Autor(en): Ursula Katthöfer
Quelle: managerSeminare 170, Mai 2012, Seite 74 - 78 , 17078 Zeichen

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