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Fachkräftemangel

Potenzial wichtiger als Passung

Allzu wählerisch können Unternehmen bei der Auswahl von Fachkräften nicht mehr sein. Wie eine Umfrage des Personaldienstleisters Manpower­Group zeigt, ist der Fachkräftemangel 2016 auf ein neues Rekordhoch gestiegen. Er fällt so drastisch aus wie seit 2006 nicht mehr. Fast die Hälfte aller Unternehmen (49 Prozent) klagt derzeit über massive Probleme bei der Besetzung von Fachpositionen. Vor allem Facharbeiter, Vertriebsmitarbeiter und Ingenieure sind rar. Doch auch Managerstellen bleiben oft lange vakant bzw. können nur mit erheblichem Aufwand besetzt werden. Jedes dritte Unternehmen gab an, dass es ihm schon rein zahlenmäßig an Bewerbern fehle. Als weiteres Problem nennen die Firmen die mangelhafte fachliche Passung der Kandidaten. Gerade in diesem Punkt gilt es umzudenken, rät Mara Swan, Executive Vice President der ManpowerGroup. 'Eine erfolgreiche Stellenbesetzung hängt weniger davon ab, was Fachkräfte derzeit an Wissen und Know-how mitbringen, als vielmehr von deren Bereitschaft und Fähigkeit, schnell dazuzulernen', so Swan. Kurzum: Es lohnt sich mehr denn je, in Weiterbildung zu investieren. Das trifft auch auf die potenzielle Arbeitsmarktressource Flüchtlinge zu. Die Neubürger werden sich erst dann mildernd auf den Fachkräftemangel auswirken, wenn Unternehmen gemeinsam mit Partnern wie den Bildungsträgern vor Ort deren Integration in den Arbeitsmarkt aktiv vorantreiben. 
Autor(en): Sylvia Jumpertz
Quelle: managerSeminare 225, Dezember 2016
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