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Bild zum Beitrag Das Ego der Entscheider
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Die gefährliche Stärke

Das Ego der Entscheider

Charismatische Leader, visionäre Gestalter oder eitle Wichtigtuer – die Rollenklischees für Manager haben einen gemeinsamen Nenner: das Ego. Verehrt, gepusht und schlecht beleumundet, ist das Selbstwertgefühl Voraussetzung für den Erfolg und zugleich seine größte Bedrohung. Wo aber liegt die Grenze?


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Manager haben in der öffentlichen Diskussion derzeit einen schweren Stand. Sie gelten als abgehoben, unempathisch und skrupellos. Harte Personalentscheidungen, ausufernde Gehaltsforderungen und immer neue Skandale werden als Belege für eine Selbstsucht gewertet, die den eigenen Vorteil über alles stellt. Ausgemachte Ursache ist das Ego der Entscheider, dem häufig sogar krankhafte Ausmaße attestiert werden. In Chefetagen sind demnach reihenweise Narzissten und Egomanen am Werk, die aus Eitelkeit und Gier Firmenpleiten und sogar Wirtschaftskrisen verursachen. Ein Zerrbild, das jedoch nur zu gerne geglaubt wird.

Denn tatsächlich liefern Manager immer wieder spektakuläre Beispiele von Geltungsdrang, Selbstüberschätzung und Unbelehrbarkeit, mit denen sie Mitarbeitern und Unternehmen schaden. Und wohl jeder hat selbst schon solche Über-Egos erlebt, die lieber recht haben, als das Richtige zu tun. Die andere abkanzeln, um sich aufzuwerten, und die Ideen bekämpfen, nur weil sie nicht von ihnen selbst kommen. Aber das ist nur ein Teil der Geschichte. 'Es entspricht dem Zeitgeist, Manager-Egos kritisch zu sehen', sagt Uwe Böning. Der Business-Coach und Managementberater mit langjähriger Erfahrung im Umgang mit Top-Führungskräften hält pauschale Verurteilungen jedoch für maßlos übertrieben. Denn erstens gibt es im Management nicht mehr von sich selbst berauschte Wichtigtuer als in anderen Berufsgruppen, so Böning. Und zweitens ist ein starkes Ego per se nichts Negatives.

Im Gegenteil: Oft schafft ein gut durchblutetes Selbstwertgefühl überhaupt erst die Voraussetzung dafür, sich in schwierigen Situationen durchzusetzen und Erfolge zu erringen. Der Unternehmer Titus Dittmann ist ein typisches Beispiel dafür. Anfang der 80er Jahre hat er die Sicherheit seines Lehrerberufs aufgegeben, um seiner Leidenschaft nachzugehen: Skateboards. Die waren damals hierzulande noch weitgehend unbekannt, Dittmanns Vertrieb war Pionierarbeit.

Extras:

  • Von Statusorientierung bis Langeweile: Sechs Warnsignale für ein übersteigertes Ego
  • Fünf Gegenmaßnahmen: So halten Sie Ihr Ego im Zaum
  • Meinungen zum Selbstwertgefühl: Die Ergebnisse der managerSeminare-Leserumfrage
  • Literaturtipps: Kurzrezensionen zweier Bücher über Narzissmus im Management und Selbstwertgefühl als Karriererisiko

Autor(en): Sascha Reimann
Quelle: managerSeminare 191, Februar 2014, Seite 28 - 33 , 24583 Zeichen
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