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Was tun, wenn die Krise kommt?

Coaching in Engpass-Situationen

Wer Beratung sucht und sich für ein Coaching entscheidet, tut dies oft, weil er in einer Krise steckt. Ein Fehler, der dann im Coaching häufig gemacht wird: Es wird nur ein äußerer Ausweg gesucht. Was die Krise tiefer bewirkt, bleibt unbearbeitet. Wie begleitet man den Coachee durch den Engpass? Antworten anhand des Krisenmodells aus der Gestalttherapie.

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Jakob Werfel hat seine Freude und seinen Elan bei der Arbeit verloren. Eine Personalentwicklerin, zu der er viel Vertrauen hat, empfiehlt ihm eine externe Beratung. Nach einigem Zögern vereinbart er einen Termin. Im ersten Gespräch wirkt er müde und resigniert. Schnell wird deutlich, wie gefährdet er ist, das hohe Engagement, das er in 15 Jahren Führungsverantwortung gezeigt hat, aufzugeben und innerlich zu kündigen. Seit eineinhalb Jahren hat er einen neuen Chef, mit dessen Stil er nicht klarkommt. Zudem sollen in den nächsten Monaten die drei Nachbarbereiche und sein eigener zu einem einzigen zusammengelegt werden. Die Mitarbeiter ahnen, dass viele ihren Job verlieren werden. Das Klima ist miserabel. Da Werfel kein “Politiker” ist, möchte er nicht gegen seine Kollegen kämpfen, um seine Chancen auf die eine übrig bleibende Führungsposition zu verbessern. Aber einfach zurückziehen will er sich auch nicht. Er steckt fest.

Werfel steuert auf einen typischen Engpass zu: Er ist objektiv in einer schwierigen äußeren Situation. Aber hinzu kommt, dass er sich dem Ganzen auch innerlich immer weniger gewachsen fühlt. Darüber spricht er jedoch nicht direkt. Er spürt vielleicht unbewusst, dass die misslichen äußeren Umstände an tiefer liegende Probleme rühren, kann das jedoch nicht benennen. Und dies gilt es, im Coaching zu erkennen und zu bearbeiten.

Unabhängig davon, ob eine Engpass-Situation primär durch äußere Umstände oder durch innere Entwicklungen bedingt ist - viele schwierige persönliche Entwicklungen lassen sich mit einer mehr oder weniger stark krisenhaften Zuspitzung über fünf typische Phasen beschreiben. Diese fünf Phasen, die von Gestalttherapeuten ausgemacht und beschrieben wurden, lassen sich nicht nur in der Gestalttherapie, sondern auch im Coaching erkennen und nutzen.

Extras:

  • Literaturtipps: Kurzrezensionen zweier Bücher zu den Themen “Gestalttherapie” und “Krisen im Lebenslauf”.
  • Neun Fragen, die Coaches bei der Reflexion eigener Krisenmuster Unterstützung bieten.
  • Die fünf Phasen der Krise und die Aufgaben des Coaches.

Autor(en): Thomas Dietz
Quelle: managerSeminare 86, Mai 2005, Seite 54 - 61 , 26426 Zeichen

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