Beiträge m&t

Coaching

Mit der richtigen Methode zum Ziel

In unserem letzten Heft ging es um die Auftragsklärung im Vorfeld eines Coachings. Nun steht die Hauptphase des Coachingprozesses - die Bearbeitung des Coachinganliegens - im Mittelpunkt. Anhand von Fallbeispielen wird deutlich, dass bei jedem Coaching unterschiedliche Methoden zum Ziel führen können.
Kostenfrei für Abonnent/innen von managerSeminare
Downloaden
Methoden aus der systemischen Beratung, aus dem Neurolinguistischen Programmieren oder anderen Kommunikationsverfahren, Visualisierungstechniken und klassische Gesprächstechniken, wie aktives Zuhören, vielfältige Frageformen und Feedback in ihrer kreativen Kombination können wahlweise oder in Kombination im Coachingprozess eingesetzt werden. Der Erfolg des Coaching liegt aber nicht im Einsatz von Methoden um der Methode willen, sondern in der sensiblen Auswahl von für die jeweilige Fragestellung passenden Methoden.

Herr X., der 34-jährige Jungmanager, erhält in seiner neuen Führungsrolle Unterstützung durch Coaching. Dabei kristallisieren sich schnell die folgenden Themen heraus: Es fällt ihm schwer, seinen bisherigen Kollegen nun als Vorgesetzter gegenüberzutreten und Aufgaben zu delegieren. Er scheut sich, Feedback für Arbeitsverhalten zu geben und zuweilen in deutliche Konfliktgespräche zu treten, um Diskrepanzen zu klären.

Als Ziel setzt er sich, beide Probleme in einem 100-Tage-Programm erheblich zu verbessern. Sein Coach unterstützt durch Fragen die Rollenklärung von Herrn X. und gibt methodische Hinweise zur Durchführung von Konfliktgesprächen mit Mitarbeitern. Herr X. erarbeitet sich eine individuelle Checkliste, worauf er in Gesprächen mit Mitarbeitern achten möchte. Die nächsten beiden anstehenden Gespräche mit Mitarbeitern übt er im Rollenspiel 'Konfliktgespräch' mit dem Coach. Beide vereinbaren, dass der Coach mit Herrn X. einen so genannten 'Schattentag' oder auch Begleittag verbringt, um seinen Alltag live kennen zu lernen und sein Führungsverhalten zu beobachten. Der Coach notiert sich wichtige Wahrnehmungen und kann in der nächsten Coachingsitzung Rückmeldung darüber geben.
Autor(en): Gesa Niggemann
Quelle: management&training 04/03, April 2003, Seite 46-47
Wir setzen Analyse-Cookies ein, um Ihre Zufriedenheit bei der Nutzung unserer Webseite zu verbessern. Diese Cookies werden nicht automatisiert gesetzt. Wenn Sie mit dem Einsatz dieser Cookies einverstanden sind, klicken Sie bitte auf Akzeptieren. Weitere Informationen finden Sie hier.
Akzeptieren Nicht akzeptieren
nach oben Nach oben