Lernen

Change-Prozess mit ActionWorkout

In 60 Tagen durch die Ideen-Welt

In Amerika nutzen es Top-Manager wie Müllmänner, das US-Verteidigungsministerium arbeitet damit, Jack Welch ist sein Pate. Jetzt ist das Instrument auch in Deutschland im Einsatz: Die Rede ist von ActionWorkout. Mit dem ebenso simplen wie wirksamen Tool lassen sich Change-Prozesse in Turbo-Geschwindigkeit durchführen. Wie das funktioniert, erprobte ein IT-Service-Unternehmen aus Stuttgart. Ein Bericht über den ersten deutschen ActionWorkout-Prozess.
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Februar 2003: Vier Männer und zwei Frauen sitzen zusammen und lesen sich gegenseitig aus einem Buch vor: “Wir wollen uns in Erinnerung bringen, dass wir einen Auftrag erfüllen möchten. Unser Auftrag lautet... Dazu haben wir bereits folgende Schritte vorgenommen...”. Der nächste liest weiter: “Für unsere heutige Aufgabe schlage bitte Seite 21 auf und fülle die Felder zu den dort gelisteten Fragen aus.”

Was so anmutet, als machten Schüler ihre Hausaufgaben, ist alles andere als Pennäler-Kram. Im Gegenteil: In der Runde sitzen gestandene Manager und längst ausgelernte IT-Fachkräfte. Sie alle gehören zur Pressehaus Stuttgart Infotechnik GmbH (PHIT), einem Unternehmen der Südwestdeutschen Medienholding. Und das Buch, aus dem sie sich vorlesen, ist Bestandteil eines Tools, das man im weiten Sinne als Projektmanagement-Tool bezeichnen kann. Mit dem Instrument “ActionWorkout” macht sich das sechsköpfige Team im Frühjahr 2003 daran, einen Veränderungsprozess in Gang zu bringen, der zur Optimierung von Arbeitsabläufen führen soll.

Das Team aus Stuttgart ist das erste deutsche Team, das einen so genannten ActionWorkout-Prozess durchläuft. Bislang war das Instrument vor allem in den USA im Einsatz, wo es entwickelt wurde. Pate für die Idee zu dem Tool war Jack Welch. “Let’s workout!”, spornte der damalige Boss von General Electric seine Mitarbeiter in Teamsitzungen an. Der CEO war auf der Suche nach einfachen Möglichkeiten, Maßnahmen zur Kostensenkung zu schaffen und Arbeitsprozesse effizienter zu gestalten. Ihm war klar, dass Mitarbeiter aller Ebenen an der Entwicklung entsprechender Strategien beteiligt werden mussten. Er überlegte nur noch, wie die richtigen Leute auf möglichst einfache und effektive Weise in die Ausarbeitung und Umsetzung der Pläne, also in den “Workout”, eingebunden werden können.

Extras:
  • Info-Kasten: Zahlen und Fakten zu ActionWorkout: Was sind die Kernstücke des Tools, was kostet die Durchführung des Prozesses und wie erhält man eine Lizenz?
  • Grafik: Ablauf des ActionWorkout-Prozesses: Die fünf Phasen von der Vorbereitung bis zum Ergebnis.
Autor(en): Svenja Gloger
Quelle: managerSeminare 71, November 2003, Seite 56-62
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