Management

CO2-Kompensation
CO2-Kompensation

Ablasshandel statt Ökowandel?

Kunden legen zunehmend Wert darauf, dass Unternehmen den Umwelt- und Klimaschutz beachten. Und Unternehmen setzen einiges daran, nachzuweisen, dass sie nachhaltig wirtschaften. Vor allem Klimaneutralität macht sich als marketingträchtiges Label gut. Doch wer glaubt, dass es ein guter Weg ist, sich Klimaschutz über CO2-Kompensation zu erkaufen, macht sich selbst – und seinen Kunden – etwas vor, findet Verbraucherschützer Georg Abel.

Preview

Ernüchternde Realität: Warum vieles, was als klimaneutral ausgewiesen ist, keineswegs klimaneutral ist

Suboptimale Praktiken: Wie das Bemühen um CO-Kompensation echte CO-Reduktion konterkariert

Emissionsreduktion als Strategie: Was passieren muss, damit Unternehmen wirklich klimafreundlicher werden können


Cover managerSeminare 281 vom 23.07.2021Hier geht es zur gesamten Ausgabe managerSeminare 281

Kunden erwarten zunehmend eine klare Haltung von Unternehmen beim Umwelt- und Klimaschutz. Wer beim Kunden punkten will, muss also nicht nur nachhaltig agieren, er muss seine Nachhaltigkeit auch nach außen hin nachweisen können. Dabei geht es nicht mehr nur um die Qualität, die Inhaltsstoffe, die Verpackung usw. eines Produkts. Es geht auch um Angaben zum Unternehmen selbst – zu seinem Geschäftsgebaren entlang der Wertschöpfungskette.

Seit der Klimawandel im gesellschaftlichen Bewusstsein eine große Rolle spielt, findet sich auf Produktverpackungen, in Firmenschreiben und auf Internetseiten von Unternehmen verstärkt der Begriff Klimaneutralität. Seien es Konsumprodukte, Dienstleistungen (zum Beispiel der Versand) oder ganze Unternehmen (etwa Hotels und Veranstaltungsstätten), alles Mögliche wird als „klimaneutral“ gelabelt. Vereinfacht gesagt bedeutet klimaneutral, dass das Klima durch einen bestimmten Handlungszusammenhang weder positiv noch negativ beeinflusst wird. Klimaneutralität läge, global gesehen, dann vor, wenn sämtliche Treibhausgasemissionen durch stoffliche Bindung wieder aus der Atmosphäre entnommen würden. Dafür sorgen natürlicherweise Wälder, Böden und Ozeane. Längst übersteigen die menschengemachten Emissionen jedoch die Aufnahmekapazität natürlich verfügbarer Kohlenstoffsenken. Die Treibhausgase verbleiben in der Atmosphäre und treiben so den Klimawandel weiter voran.

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