Management

C.K. Prahalad in der Serie Management-Vordenker

Ein Management-Konzept für die Dritte Welt

Kernkompetenzen und die Dritte Welt - das sind die beiden Themen von Coimbatore Krishnarao Prahalad. Der Inder war einer der Ersten, der erkannte: Es bringt mehr, wenn Unternehmen sich auf ihre Stärken und ihr Kerngeschäft konzentrieren statt sich in einem diversifizierten Produktportfolio zu verzetteln. Und als einer der Ersten sieht er in den Entwicklungsländern ein Wirtschaftspotenzial, das es zu erschließen gilt.
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„Welchen Mehrwert schafft eigentlich das Management?“ Diese Frage stellt sich C.K. Prahalad, Professor an der University of Michigan Business School, immer wieder. Oft genug haben traditionelle strategische Ansätze in der Unternehmenspraxis versagt - davon ist Prahalad überzeugt. Und diese Überzeugung spornt ihn an, ein neues, besseres Verständnis zu entwickeln von Strategie und Wettbewerbsfähigkeit.

Die Ansätze, die Prahalad entwickelt, finden weltweit Gehör: Neben dem im Jahr 2004 verstorbenen Sumantra Ghoshal zählt Coimbatore Krishnarao Prahalad zu den weltweit bedeutenden Management-Vordenkern indischer Provinienz. Geboren 1941 in der südindischen Stadt Coimbatore - daher sein erster Vorname, der zweite ist der seines Vaters - wächst er mit acht Geschwistern als Sohn eines Sankrit-Gelehrten und Richters in Madras, dem heutigen Chennai, auf.

Nach dem Schulabschluss studiert Prahalad Physik an der Universität in Madras, ab 1960 arbeitet er für vier Jahre in der örtlichen Batteriefabrik von Union Carbide. Dort sammelt er erste Führungserfahrung - und sorgt schnell für kleine, aber wirksame Veränderungen. So setzt Prahalad beispielsweise durch, dass den Arbeitern neue Handschuhe nicht nach deren Seniorität zugeteilt werden, sondern nach dem Gefährdungsgrad ihrer Tätigkeit.

Sein theoretisches Managementwissen erwirbt Prahalad anschließend am Indian Institute of Management in Ahmedabad (IIMA). Dort trifft er auch seine spätere Ehefrau. Obwohl sich Prahalad sofort in die Kollegin verliebt, kann er sie erst fünf Jahre später nach etlichen Auseinandersetzungen mit seiner Familie heiraten. Der Grund: Die Beziehung passt nicht in die kastenorientierte Familientradition.

Extras:
  • Service: Hinweise auf drei ausgewählte Bücher sowie auf die Internetpräsenz von C.K. Prahalad.
Autor(en): Karlheinz Schwuchow
Quelle: managerSeminare 109, April 2007, Seite 35-38
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