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Bild zum Beitrag Business Fiction
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Storytelling für Strategen

Business Fiction

In Problemen statt Lösungen denken. Die eigene Argumentations­­kette mit Gegenthesen ins Wanken bringen ... Was klingt wie grobe Manage­mentfehler, sind in Wirklichkeit Erfolgsfaktoren für die Strategieentwicklung, meint Christian Hoffmeister. Der Kommunikationsexperte ist überzeugt: Strategen müssen anders denken, als es Manager sonst tun, nämlich wie Romanautoren und Drehbuchschreiber.

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Wie überzeugt man andere, sich in ein Abenteuer zu begeben? Business-Strategen müssen genau das schaffen. Sie müssen bei Entscheidern im Unternehmen Verständnis dafür wecken, dass es sich lohnt, neue Ziele in Angriff zu nehmen und neue Wege zu beschreiten, auch wenn das Ergebnis ungewiss ist. Wer ein Strategie-Konzept entwirft, erdenkt eine Welt, die (noch) nicht existiert – und dennoch andere überzeugen muss.

In Zeiten, in denen radikale Innovationen ganze Märkte umkrempeln und Branchen auf den Kopf stellen, wird dieser Aspekt der Strategiearbeit immer wichtiger. Längst reicht es nicht mehr, das Bestehende fortzuschreiben und Strategien auf Basis mathematischer Berechnungen zu entwerfen. Strategieplanung muss heute deutlich mehr sein als das. Sie wird zum kreativen Akt. Für nüchterne Manager mit ihrem Hang zu Zahlen, Daten und Fakten ist das eine echte Herausforderung. Denn wie macht man das? Eine Welt erdenken, die es noch nicht gibt – und die trotzdem in sich so stimmig, glaubhaft und überzeugend ist, dass diejenigen, die von ihr hören, in sie eintreten wollen?

Das Ganze wird nicht leichter durch die modernen Rezeptionsgewohnheiten. Für langatmige Erklärungen hat niemand mehr Zeit. Bloße Informationsgewitter schrecken ab. Das Topmanagement hat derart viele Entscheidungen zu treffen und so wenig Muße, sich mit einem Thema näher zu beschäftigen, dass es seine Aufmerksamkeit vor allem auf Bekanntes, wenig Risikoreiches richtet. Gewagtere Innovationsideen, also Ideen, die tatsächlich zu Durchbruch-Innovationen führen können, bleiben so auf der Strecke, fallen durchs Aufmerksamkeitsraster.

Doch man kann die Chance, dass sie Gehör finden, steigern, indem man die Entscheidungsträger genau da packt, wo die meisten Menschen zu packen sind: nämlich bei ihrer urmenschlichen Lust daran, eine gute Geschichte zu hören.

Extras:

  • Das Konzept Business Fiction: Verfahren – Arbeitsweise – Ziel
  • LIteraturtipps: Kurzrezension des Buchs von Christian Hoffmeister 'Business Fiction' und Hinweis auf einen Fachartikel über die Kunst, spannende Präsentationen zu liefern

Autor(en): Christian Hoffmeister
Quelle: managerSeminare 181, April 2013, Seite 32 - 36 , 22956 Zeichen

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