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Wiedersehen macht Freude

Boomerang Hiring

Aus den Augen, aus dem Sinn. So verfahren deutsche Firmen mit Mitarbeitern, die gekündigt haben. Das ist ein Fehler, wie britische Unternehmen beweisen: Sie besetzen neue Stellen gerne mit Ex-Kräften. Denn wenn die Ehemaligen gesehen haben, dass das Gras andernorts keinesfalls grüner ist, kehren sie oft dankbar an ihre alte Wirkungsstätte zurück. Wie funktioniert die gezielte Rückholpraxis, die sich in England Boomerang Hiring nennt? Und wann hat sie Erfolg?

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Robbie Williams hat es getan, Jupp Heynckes und Sabine Leutheusser-Schnarrenberger auch: Sie sind zurückgekehrt. Der eine zu Take That, der andere zum FC Bayern München und die letzte an die Spitze des Bundesjustizministeriums. Ob Showbusiness, Sport oder Politik – bekannte Beispiele für eine Rückkehr zur alten Wirkungsstätte lassen sich zahlreiche finden. Nur ein Bereich agiert bislang noch eher zögerlich, wenn es darum geht, Ehemalige erneut ins Boot zu holen: die Wirtschaft.

Dabei können Ex-Mitarbeiter eine wertvolle Ressource für Unternehmen sein, gerade in Zeiten des Fachkräftemangels. 'Ein Drittel der offenen Stellen gilt mittlerweile als schwer zu besetzen', erläutert Tim Weitzel. Der Professor für Wirtschaftsinformatik an der Universität Bamberg führt jährlich für die Karrierewebsite Monster.de Studien zur Rekrutierungs- und Bewerbungspraxis durch und beobachtet dabei den wachsenden Aufwand, den Unternehmen betreiben müssen, um ihre offenen Positionen mit geeigneten Kandidaten zu besetzen. Statt ausschließlich mit teuren Trainee-Programmen Nachwuchs heranzuziehen, der dann möglicherweise beim ersten besseren Angebot zur Konkurrenz wechselt, empfiehlt Weitzel Unternehmen, stärker die Ehemaligen in den Fokus zu nehmen. 'Alumni sind der perfekte Pool zum Talentangeln', ist der Recruiting-Experte überzeugt. Gerade für seltene Kompetenzprofile und anspruchsvolle Positionen wie Führungsposten oder Jobs für Wissensarbeiter sieht er im Re-Hiring eine enorme Chance.

Unternehmen aus Großbritannien und den USA haben dies schon lange erkannt und daraus Konsequenzen gezogen. Boomerang Hiring – wie dieser Trend im Personalerjargon heißt – ist mittlerweile im angelsächsischen Raum eher die Regel als die Ausnahme.

Extras:

  • Fair trennen, Kontakt halten, Stolpersteine aus dem Weg räumen: Drei Regeln für die Rückkehr
  • Pro und contra Rekrutierung von Ehemaligen: Die Ergebnisse der managerSeminare-Leserbefragung aus Heft 157
  • Literaturtipps: Kurzbeschreibungen zweier kostenloser Studien und Hinweis auf einen Fachartikel über Alumni-Management

Autor(en): Miriam Wagner
Quelle: managerSeminare 160, Juli 2011, Seite 26 - 32 , 21854 Zeichen

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