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Berater, Sex und der kleine kulturelle Unterschied

Dem niederländischen Biologen und Managementtrainer Patrick van Veen ist ein arger interkultureller Fauxpas passiert. Einem Artikel zufolge, der kürzlich bei Welt.de erschienen ist, hatte van Veen eine Gruppe von 60 US-amerikanischen McKinsey-Beratern in den Zoo eingeladen und diese dort eine Gruppe Zwergschimpansen (Bonobos) beobachten lassen. Mit solchen Aktionen will der Biologe den Blick von Führungskräften für soziale Dynamiken schärfen. Die Gruppe – also, die der Schimpansen, nicht der Consultants – war allerdings erst am Tag zuvor aus zwei bislang getrennt lebenden Horden zusammengelegt worden. Und die Tiere bewältigten die 'Fusion', indem sie das taten, was sie gemeinhin tun, um Konflikte zu schlichten oder gar nicht erst aufkommen zu lassen: Sie hatten querbeet Sex miteinander. Das hetero- und homoerotische Treiben schockierte die Berater aus Amerika derart, dass Trainer van Veen zwei Wochen später einen tadelnden Brief erhielt, in dem stand, er hätte die Consultants vorwarnen müssen, dass es möglicherweise sexuelle Handlungen zu sehen gäbe. Für den Biologen eine Lehre dahingehend, welch 'schockierende Konsequenzen auch kleine kulturelle Unterschiede haben können'.
Autor(en): Sylvia Jumpertz
Quelle: managerSeminare 245, August 2018
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