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Ausstellung über historische Frauenarbeit

Das Chemieunternehmen Evonik blickt in einer firmeneigenen Ausstellung unter dem Titel VerSIErt auf 109 Jahre Berufstätigkeit von Frauen im Konzern zurück. Die erste Frau im Betrieb war eine Sekretärin: Bei Th. Goldschmidt in Essen – einer der Vorgängergesellschaften von Evonik – kümmerte sich ob 1906 erstmals eine Frau um die Büroorganisation des Leiters der Patentabteilung. Das mag klassisch anmuten, war aber zu jener Zeit eine Sensation. In den kommenden Jahrzehnten schafften es Frauen im Konzern vereinzelt auch in verantwortungsvollere Positionen. So etwa Irene Martin, die in den 1920er Jahren die Patentabteilung bei Degussa in Frankfurt mitaufbaute. Bis 2013 mit Ute Wolf die erste Frau in den Konzernvorstand einzog, war es allerdings noch ein weiter Weg – an dessen Ende das Unternehmen auch heute noch nicht angelangt ist. 'Der Frauenanteil in den Konzernführungsfunktionen beträgt zehn Prozent, der in den Managementfunktionen insgesamt 20 Prozent. Damit sind wir noch nicht zufrieden', so Konzernsprecherin Silke Linneweber. Allerdings habe der Status quo auch einiges mit der Beschäftigungsstruktur des Konzerns zu tun, mit vielen Naturwissenschaftlern und gewerblichen Arbeitnehmern in produktionsnahen Bereichen, sagt Linneweber. Wer mehr über die Geschichte der Frauenarbeit in einem deutschen Konzern erfahren will, dem bietet sich 2016 noch Gelegenheit dazu. Die Ausstellung tourt dann nämlich durch verschiedene Standorte des Konzerns. Infos unter www.evonik.de/frauenausstellung.
Autor(en): Sylvia Jumpertz
Quelle: managerSeminare 214, Januar 2016
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