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Assessment-Center: Einen Tag im Test-Büro

Ein neues Assessment-Center-Konzept hat die Kienbaum Management Consultants GmbH, Düsseldorf, entwickelt. Mit Hilfe des so genannten Reality-ACs sollen Kandidaten unter nahezu realen Bedingungen beobachtet werden. Zu diesem Zweck werden die charakteristischen Eigenschaften des entsprechenden Arbeitsumfeldes nachgebildet. So wurde z.B. bei dem Pilotprojekt bei Bang & Oluffsen, Hersteller von Hifi-Geräten, ein Verkaufsshop für potenzielle Vertriebsmitarbeiter eingerichtet. Nach einer Einweisung in die Geräte und Firmenphilosophie von Bang Oluffsen mussten die einzelnen Bewerber einen Tag lang ihr Verkaufstalent in dem 'Test-Laden' unter Beweis stellen. 'Nicht nur der Umgang mit den Kunden, das Einfühlungsvermögen, die Überzeugungskraft und die Identifikation der Bewerber mit dem zukünftigen Arbeitgeber konnten dabei beobachtet werden', berichtet Marcus Heidbrink, der bei Kienbaum Management Consultants mit der konzeptionellen Weiterentwicklung der AC-Methode betraut ist. Auch die Fähigkeit zur Selbstorganisation sei feststellbar. So hatten die Kandidaten z.B. in den verkaufsfreien Zeiten die Möglichkeit, ein Marketingevent vorzubereiten. Hinweise lagen in ihrem Postkorb. Zudem wurde ihre Belastbarkeit geprüft: Das Telefon klingelte ständig, der Chef verlangte nach einer schriftlichen Ausarbeitung bis zu einem bestimmten Zeitpunkt usw.

'Durch die Einbettung der Beobachtungssituation in ein reales Setting können sich die Teilnehmer besser in ihre Rolle einfinden', ist Heidbrink überzeugt. Die Künstlichkeit der Beobachtungssituation, wie sie bei der klassischen Form des ACs kritisiert wird, seit relativ klein. Beobachtet wird übrigens nicht die gesamte Zeit. 'Das wäre ethisch nicht vertretbar', so Heidbrink. Die gekennzeichneten Beobachter betreten nur zu bestimmten Anlässen - z.B. bei einem Kundengespräch - den Raum.
Autor(en): (pwa)
Quelle: managerSeminare 43, Juli 2000
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