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Die Coworker kommen

Arbeitswelt

Vor drei, vier Jahren waren sie noch vollkommen unbekannt, jetzt gibt es sie in jeder größeren Stadt: Coworking Spaces - öffentliche Arbeitsräume mit Mietschreibtischen. An diesen sitzen vor allem Freelancer, Gründer und digitale Nomaden - aber auch immer mehr Vertreter großer Unternehmen. Sie sollen raus aus der schwerfälligen Konzernkultur und sich mit der kreativen Avantgarde vernetzen.

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Das Jobangebot von Hubermedia war gut. Es kam aus Lam im Bayerischen Wald. Dort, in einer Gegend, wo andere Urlaub machen, hat der IT-Dienstleister seinen Hauptsitz. Markus Matthaei hätte gerne unterschrieben. Aber er wollte nicht aus München weg. Das traf sich gut. Denn Firmeninhaber Stefan Huber suchte einen Stützpunkt in der großen Stadt. Die beiden einigten sich. Seit Anfang des Jahres arbeitet Matthaei bei der Firma. Er wohnt aber weiter in München, sein Büro hat er auch dort. Wie das geht? Der Geschäftsführer fand eine Lösung, die für ihn so neu war wie für den Mitarbeiter: Hubermedia mietete den Manager in einem Coworking Space ein.

Matthaei ist damit Teil einer Bewegung, die immer mehr Anhänger findet. Wie der Münchner machen sich weltweit 250.000 Menschen jeden Morgen auf den Weg zur Arbeit in den Coworking Space, schätzt der Informationsdienst Trendscanner. Ihr Arbeitsplatz ist ein Mietschreibtisch. Den stellt der Betreiber des Coworking Space – dazu gibt es all das, was der Büroarbeiter jeden Tag braucht: Steckdosen, WLAN, Kopierer, Kontakte und Kaffee satt. 'Zwei bis drei Tage arbeite ich im Coworking Space, den Rest unterwegs beim Kunden', beschreibt Matthaei seine typische Arbeitswoche. Die Büroheimat liefert ihm Combinat 56. Der Servicebetrieb unterhält im Münchner Ortsteil Schwabing eine Schreibtischfarm – 40 Quadratmeter groß, 40 Arbeitsplätze, eine schallisolierte Telefonzelle, Teeküche, gepflegte Räumlichkeiten, Business-Setting.

350 Euro pro Monat kostet Hubermedia das auswärtige Büro für seinen Mitarbeiter. Das ist konkurrenzlos günstig, ein normales Büro für Markus Matthaei wäre am Hochpreis-Standort München kaum für unter 1.000 Euro zu haben gewesen. Coworking-Nutzer sparen also eine Menge Geld, nicht nur in der bayerischen Hauptstadt.

Extras:

  • 'Wissensarbeiter brauchen Interaktion': Der Arbeitsweltforscher Udo-Ernst Haner im Interview
  • Infokasten: Coworking Spaces
  • Literaturtipps: Kurzrezension eines Buchs über den Trend der Coworking Spaces und Hinweis auf einen Fachartikel über neue Raumkonzepte für Arbeitsumgebungen

Autor(en): Axel Gloger
Quelle: managerSeminare 187, Oktober 2013, Seite 46 - 51 , 24498 Zeichen

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