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Arbeitgeberattraktivität

Hang zur Oberflächenpolitur

Deutschlands Personalchefs haben vor allem eines im Sinn: Sie wollen die eigene Arbeitgebermarke auf Hochglanz polieren. Zumindest steht das Thema 'Attraktivität als Arbeitgeber steigern' laut einer Umfrage der Unternehmensberatung Kienbaum Consultants International bei den HR-Entscheidern derzeit ganz oben auf der To-do-Liste. Vor allem Fachkräfte wollen die Personaler mit einer attraktiven Arbeitgebermarke erreichen. Begehrt sind in erster Linie Ingenieure, Nachwuchskräfte in Vertrieb und Kundenberatung sowie Spezialisten aus Forschung und Entwicklung. Eine weitere begehrte Mitarbeitergruppe, auf die die Aktivitäten abzielen, sind Hochschulabsolventen. Bei Führungskräften dagegen scheint der Engpass nicht ganz so dramatisch zu sein: Nur jeder dritte Personalprofi geht bei dieser Gruppe von einem erhöhten Rekrutierungsbedarf aus.

Ob die Firmen bei den begehrten Talenten tatsächlich landen können, steht jedoch auf einem anderen Blatt. Denn für das hehre Ziel, begehrter Arbeitgeber zu werden, machen sie viel zu wenig Ressourcen locker, kritisiert Kienbaum-Geschäftsführer Walter Jochmann. 'Bei den übergeordneten Zielen setzen sie die richtigen Prioritäten. Die Agenda der konkreten Projekte und Budgets ist aber häufig noch nicht auf diese Ziele ausgerichtet', so der Consultant. Jochmann warnt zudem davor, im Ringen um die attraktive Arbeitgebermarke nur Oberflächenpolitur zu betreiben: 'Bei vielen fehlt noch die Einsicht, dass eine Marke nur dann glaubwürdig und tragfähig ist, wenn die kommunizierten Stärken auch den Praxistest beim Mitarbeiter bestehen – und das jeden Tag.'
Autor(en): (jum)
Quelle: managerSeminare 199, Oktober 2014
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