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Arbeit in der Corona-Krise

Digitalisierung eher entlastend als belastend

​Die belastenden Aspekte der Digitalisierung sind für die Erwerbstätigen während der Corona-Krise in den Hintergrund getreten. Das ist eine der grundlegenden Erkenntnisse einer Sonderanalyse der Krankenkasse DAK-Gesundheit, die sich mit Digitalisierung und Homeoffice in der Corona-Krise beschäftigt. Die herangezogenen Daten wurden ursprünglich schon im Dezember 2019 für den sogenannten Gesundheitsreport 2020 erhoben. Mit Auftreten der Pandemie entschlossen sich die Studienautoren jedoch, die Vorjahres-Daten durch aktuelle Daten zu ergänzen. Da insgesamt 5.845 Personen an beiden Online-Befragungen teilgenommen haben, ergibt sich ein gutes Vergleichsbild: Aktuell erkennt fast die Hälfte der Arbeitnehmer den großen Nutzen der Digitalisierung und fühlt sich durch digitale Tools bei der Arbeit entlastet. Vor der Pandemie hatten nur 35 Prozent so geantwortet. Zudem ist der Anteil derjenigen, die zwar den Nutzen der Digitalisierung erkennen, sich aber dennoch durch sie belastet fühlen, von 43 Prozent vor der Pandemie auf 15 Prozent während der Krise gesunken. Das liegt sicher nicht zuletzt daran, dass die Digitalisierung vielen Unternehmen durch den Lockdown geholfen hat: Nahmen vor Corona nur 17 Prozent regelmäßig an Telefon- und Videokonferenzen teil, so sind es während der Krise mit 35 Prozent mehr als doppelt so viele. Vor dem Hintergrund, dass zum Zeitpunkt der zweiten Erhebung 28 Prozent der Befragten – und damit 18 Prozent mehr als bei der ersten Befragung – fast täglich im Homeoffice arbeiteten, ist das nicht überraschend.

Autor(en): Nathalie Ekrot
Quelle: managerSeminare 273, Dezember 2020
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