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Appreciative Inquriy

Schwestern auf Schatzsuche

Fehlendes Personal, starke Arbeitsbelastung, Nullrunde im Krankenhaus, neues Fallpauschalensystem. Die Liste der Hiobsmeldungen aus der ewigen Reformlandschaft Sozial- und Gesundheitswesen ist lang. Gegen diese pessimistische Grundstimmung wollte der Verband der Schwesternschaften vom DRK e.V. auf seinem Bundeskongress 2003 mit der Methode des 'Appreciative Inquiry' (AI) ein deutliches Zeichen setzen.
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620 Teilnehmerinnen aller 34 Schwesternschaften kamen im Mai 2003 für drei Tage in der Münsterlandhalle in Münster zusammen. Die Zusammensetzung der Teilnehmerinnen war vielfältig: Oberinnen, Pflegedienstleiterinnen, Krankenschwestern, Ausbilderinnen, Stationsleitungen, Schwesternschülerinnen und viele mehr. Für die an diesen Tagen in Gang kommenden Veränderungen sollten alle Perspektiven, Inte ressen und Ansprüche aus dem 'System' berücksichtigt werden. Dafür saßen die Mitglieder der unterschiedlichen Schwesternschaften gemischt mit Teilnehmerinnen anderer Schwesternschaften an einem Tisch. Personen, die sich nicht kannten und die aus verschiedenen Hierarchien kommen, entwickelten gemeinsam wesentliche Aspekte für die Zukunft.

Die Botschaft des Bundeskongresses war: Wir haben alle Ressourcen, um die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen zu bewältigen. 'In unseren Schwesternschaften schlummern Talente. Wir sind sehr vielfältig und darin liegt unsere Stärke. Wir wollten das Positive in uns an die Oberfläche bringen, positive Erfahrungen darstellen, multiplizieren und kommunizieren', sagt Frau Sabine Schipplick, Präsidentin und Generaloberin des Verbandes der Schwesternschaften im DRK nach dem Kongress.

Um dieses Potenzial zutage zu fördern, wurde für die Durchführung des Bundeskongresses die Methode 'Appreciative Inquiry' gewählt. Der Appreciative-Inquiry-Denkansatz basiert darauf, dass es in jeder Organisation Spitzenleistungen gab und gibt, an die man anknüpfen muss, um weitere hervorzubringen. Im Fokus soll das stehen, was bislang gut lief und nicht das, was falsch gemacht wurde. Persönliche Erfolge und positive Erlebnisse sollen miteinander geteilt werden, um eine solide Basis gemeinsamer Werte und positiver Energie für den gewünschten Veränderungsprozess zu legen.
Autor(en): Carole Maleh, Ingrid Kleinert-Bartels
Quelle: management&training 10/03, Oktober 2003, Seite 44-45
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