Know-how

Total global: Neues Training für multikulturelle Teams

Weil Geschäftsprozesse zunehmend global abgewickelt werden, arbeiten häufig verschiedene Kulturen zusammen. Wenn jedoch Japaner, Koreaner, Amerikaner und Deutsche an einem Strang ziehen sollen, sind interkulturelle Hürden vorprogrammiert. Wie diese Hürden genommen werden können, vermitteln interkulturelle Trainings. Nach Ansicht von Jonas Puck vom Lehrstuhl für Internationales Management an der Universität Erlangen-Nürnberg haben die meisten jedoch einen Haken: 'Die Mehrzahl der Trainings befasst sich entweder mit bikulturellen Differenzen oder zielt auf das Individuum ab', so Puck. Deshalb hat der Lehrstuhl ein eigenes Training entwickelt, das sich speziell mit den Anforderungen und Problemen von multikulturellen Teams beschäftigt.

Die Qualifizierung gliedert sich in drei Teile. Die Teilnehmer werden zunächst über die möglichen Stolpersteine informiert: etwa über Kommunikationsprobleme, die sich ergeben, wenn die Projektmitglieder die gemeinsame Teamsprache nicht gleichermaßen gut sprechen. Oder sie erfahren, dass Japaner andere Problemlösungsstrategien entwickeln als Amerikaner. Vorgestellt werden in diesem Trainingsabschnitt auch Modelle, die zeigen, dass erfolgreiche Teamarbeit auf drei Faktoren basiert: der Struktur, dem Kontext und der Aufgabe. 'Die Teilnehmer benötigen diese kognitiven Schemata, um das, was sie im zweiten Teil erleben, einordnen zu können', erklärt Puck.

In diesem Rahmen muss die Gruppe nämlich verschiedene Aufgaben erfüllen, die in erster Linie einem Zweck dienen: der Selbstidentifikation. Ein Koreaner erhält z.B. den Auftrag, sich bei einem Arbeitsprozesses so zu verhalten, wie es ein deutscher Kollege üblicherweise tut. 'Indem man die Kultur eines anderen lebt, wird einem die eigene bewusst', erklärt Puck. Und man erkennt mit Hilfe der Kulturspiegelung, welche Probleme aus dem Zusammenwirken unterschiedlicher Kulturen erwachsen können. Ein abschließendes Briefing soll helfen, das Erlebte zu reflektieren.

Ein Pluspunkt des Trainings ist laut Puck, dass es evaluiert wurde: 300 Studenten aus 24 Ländern haben bestätigt, dass sich Teamarbeit durch das Training schneller und kreativer gestalten lässt. Infos per E-Mail.
Autor(en): (ahe)
Quelle: Training aktuell 01/07, Januar 2007
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