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Beitrag von Franziska Hoffmann aus Training aktuell 02/26, Februar 2026
Teams, die lange zusammenarbeiten, entwickeln Routinen und Muster, die wie von selbst ablaufen. Diese Automatismen schaffen Effizienz, können aber gleichzeitig auch den Blick verengen: Der Handlungsspielraum außerhalb dieser eingespielten Bahnen bleibt oft unentdeckt. Dabei verfügen Teams meist über deutlich mehr Ressourcen – sprich: Kompetenzen, Erfahrungen und Fachwissen sowie weitere Persönlichkeitsmerkmale und Haltungen, die eine Person ausmachen –, als im Alltag sichtbar werden. In Teams, die erst neu zusammengestellt wurden, verhält es sich etwas anders: Möglicherweise ist das Wissen darüber, welche Ressourcen im Team vorliegen, noch sehr bruchstückhaft, da die Kompetenzen in der kurzen gemeinsamen Zeit nur teilweise erlebt wurden.
Teams verfügen meist über deutlich mehr Kompetenzen und Ressourcen, als im Alltag sichtbar werden.
In beiden Konstellationen gilt: Ein Team kann vorhandene Ressourcen nur dann bestmöglich einsetzen, wenn die Kompetenzen bekannt sind. Die Methode „Stärkenatelier mit KI-Ankern“ hilft dabei, sie kennenzulernen und zu verankern, indem sie die Mitglieder eines Teams dabei unterstützt, sich die eigenen Stärken ins Gedächtnis zu rufen und dort zu verankern. So können die Teammitglieder selbst in stressreichen und von Veränderung geprägten Zeiten, in denen der Zugang zu den eigenen Stärken in der Regel erschwert ist und gewohnte Muster schwer verlassen werden können, auf ihre Ressourcen zurückgreifen – und auch in herausfordenden Situationen handlungsfähig bleiben: Sie werden sich der vohandenen Ressourcen und deren Nutzen für das Team schnell (wieder) bewusst – und erfahren zudem Anerkennung und Wertschätzung. Denn oft werden während der Methode mehr positive Assoziationen über die einzelnen Kompetenzen deutlich, als im Alltag ausgesprochen werden.
Zunächst stimmt die Moderation die Teilnehmenden auf die stärkenorientierte Arbeit ein und setzt einen wertschätzenden Rahmen. Je nach Teamkultur kann ein Storytelling hilfreich sein, um Neugier zu wecken: „Stellt euch vor, ihr hättet die Möglichkeit, durch die Augen eurer Kolleginnen und Kollegen auf euch selbst zu schauen. Was würdet ihr sehen? Welche Stärken würden sichtbar werden, die euch selbst vielleicht gar nicht bewusst sind? Und welche Fülle an Kompetenzen, Fähigkeiten und Ressourcen würde entstehen, wenn das Team sich all dieser Ressourcen bewusst ist?“