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Systemische Interventionen
Systemische Interventionen

Hall of Fame für Teamleistungen

Zu teuer, nicht mehr zielführend, aufwendiger als erwartet – manchmal kann es nötig sein, dass sich Teams von Projekten trennen. Doch werden Aufgaben, Rollen oder Tasks einfach von heute auf morgen sang- und klanglos gestrichen, löst das bei den Beteiligten oftmals das Gefühl aus, dass ihre bisherige Arbeit nicht wertgeschätzt wird. Eine Methode kann dabei helfen, geleisteter Arbeit sowie den Beteiligten gemeinsam im Team die verdiente Würdigung zukommen zu lassen, und das Loslassen zu erleichtern.

Teams begegnen immer häufiger der Herausforderung, sich in einer Arbeitswelt zurechtfinden zu müssen, die geprägt ist von einem Übermaß an Prozessen, Tools, Projekten und Rollen. Dies kann schnell zu einer unnötig hohen Komplexität führen, die – kombiniert mit der Dynamik schneller Technologien und kürzerer Kommunikationszyklen – nicht selten mit Gefühlen wie Ohnmacht und Erschöpfung verknüpft ist. Dies kann einen erheblichen Einfluss auf die Zusammenarbeit von Teams haben. Um Teammitgliedern weiterhin zu ermöglichen, fokussiert, zieldienlich und wirtschaftlich handeln zu können, sollten sie prüfen und reflektieren, welche Projekte, Rollen und Prozesse möglicherweise gestrichen werden können – oder kurz, sich fragen: „Was können wir weglassen?“

DIE METHODE „HALL OF FAME“: INFOS

  • Zeitrahmen: zwei bis drei Stunden
  • Ausstattung: Metaplanwände, Post-its und Stifte
  • Gruppengröße: bis zu 15 Personen
Quelle: trainingaktuell.de; noesis GmbH & Co. KG

Doch diese Frage einfach so in den Raum zu stellen – damit ist es nicht ganz getan. Denn jedes Weglassen ist immer auch mit emotionalen und motivationalen Hürden verbunden. Ein Projekt, eine Rolle oder einen Prozess loszulassen, kann bei Teammitgliedern das Gefühl auslösen, dass ihre bisherige Arbeit nicht wertgeschätzt wird. Es können Unsicherheiten entstehen: „Mein Einsatz kann doch nicht umsonst gewesen sein?“ oder „Wird meine gegenwärtige Arbeit ebenfalls irgendwann als irrelevant betrachtet?“. Um diese Gedanken zu vermeiden, braucht es eine vorherige Würdigung und Auseinandersetzung mit der erbrachten Arbeit und den entstandenen Ideen. Nur wenn eine solche Würdigung erfolgt, wird aus dem Loslassen ein Akt der Anerkennung. Die Teammitglieder erleben, dass ihre Arbeit gesehen und geschätzt wird. Gleichzeitig wird Raum für ein neues gemeinsames Narrativ geschaffen, das Identität stiftet und Orientierung bietet. Ein konstruktiver Rahmen entsteht, der dem Team dabei hilft, sich auf relevante Aufgaben zu fokussieren – und zu sehen, dass keine Bemühungen „umsonst“ sind und auch vermeintliche Fehler Sinn enthalten können. Es wird deutlich: Jedes Projekt, jeder Prozess, jede Rolle hat seinen Beitrag zur Entwicklung des Teams geleistet und hatte somit seine Berechtigung.

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