Für alle Fragen rund um unsere Webseite, unsere Medien und Abonnements finden Sie hier den passenden Ansprechpartner:
Übersicht Ansprechpartner
Beitrag von Laura Nastran aus Training aktuell 02/26, Februar 2026
Künstliche Intelligenz scheint gekommen, um zu bleiben. Immer mehr Trainerinnen, Berater und L&D-Verantwortliche experimentieren nicht mehr nur mit KI-Tools, sondern setzen sie regelmäßig in ihrer beruflichen Praxis ein. Das zeigt die internationale Studie „AI in L&D: The Race for Impact“ der Londoner Weiterbildungsforscher Donald H. Taylor und Eglė Vinauskaitė, die das dritte Jahr in Folge erscheint. Grundlage der Untersuchung ist eine Befragung von rund 600 Fachleuten aus 53 Ländern – darunter L&D-Verantwortliche aus Organisationen, selbstständige Trainerinnen und Consultants sowie weitere externe Bildungsanbieter.
Für die beiden Studienautoren ist dies ein deutliches Signal dafür, dass die Branche einen neuen Reifegrad erreicht hat – eine Phase, die sie als „Implementation Inflexion“ bezeichnen. Damit ist gemeint, dass sich der Blick auf KI wendet und für die meisten Weiterbildungsprofis keine Neuheit mehr ist, sondern zunehmend zum selbstverständlichen Werkzeug wird. Ein möglicher Grund für die steigende Zahl von KI-Nutzerinnen und -Nutzern könnte laut Vinauskaitė und Taylor darin liegen, dass Erfolgsgeschichten aus der Praxis ansteckend wirken und andere animieren, selbst aktiv zu werden.
Doch wofür genau wird KI genutzt? Die Befragten konnten aus 15 möglichen Anwendungsbereichen wählen – von Contentproduktion über Lerndesign bis hin zu Datenanalyse und Performanceunterstützung. Wie schon in den Vorjahren steht die Erstellung von Lerninhalten, wie Texten, Audios oder Videos, an der Spitze. Doch die Nutzung wird differenzierter. 2024 setzten L&D-Fachkräfte KI im Durchschnitt für rund drei verschiedene Anwendungsbereiche ein, 2025 waren es fast fünf. Das zeigt: Viele integrieren KI-Tools inzwischen in mehrere Schritte ihrer Arbeit – nicht nur in der Contentproduktion, sondern zum Beispiel auch im Lerndesign oder bei administrativen Aufgaben. Ein Beispiel für Letzteres ist Microsoft Copilot, der in E-Mail- und Dokumentenprogramme eingebettet ist.