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Studie: Wenig Weiterbildung für Zeitarbeitnehmer

In Zeitarbeitsunternehmen herrscht eine Zweiklassengesellschaft – zumindest in puncto Personalentwicklung. Eine extrem hohe Weiterbildungsquote von 50 Prozent erreichen die Entleihbetriebe dann, wenn es um die Qualifizierung der internen Mitarbeiter geht. Eher selten werden hingegen die Leiharbeitnehmer weitergebildet; nur 15,4 Prozent nahmen 2008 an einem Seminar teil. Das belegt die Studie 'Führende Zeitarbeits- und Personaldienstleistungsunternehmen in Deutschland', die das Marktforschungsinstitut Lünendonk GmbH im November 2009 veröffentlicht hat. Die Zahlen basieren auf der Rückmeldung von 62 Zeitarbeitsunternehmen.

Die ermittelte Weiterbildungsquote von 15,4 Prozent ist gering – und dennoch im Vergleich zum Vorjahr eine Verbesserung, wie die Studie zeigt. Im Jahr 2007 hatten nur 10,8 Prozent der Leiharbeiter an einer Qualifizierung teilgenommen. Antonia Schultheiß, Beraterin bei der Lünendonk GmbH, geht davon aus, dass der Aufwärtstrend anhalten wird: 'Die Unternehmen haben den Qualifizierungsbedarf erkannt und beginnen zunehmend, ihn zu befriedigen.' Allerdings legt die Studie auch den Schluss nahe, dass verleihende Unternehmen selten in die langfristige Entwicklung ihrer Leiharbeiter investieren. Zwei Drittel aller Qualifizierungsmaßnahmen, die das Marktforschungsinstitut erfasst hat, fanden direkt vor oder während einer Beschäftigung im entleihenden Unternehmen statt. 'In diesen Fällen werden die Arbeitnehmer für einen konkreten Einsatz vorbereitet', berichtet Schultheiß. Dazu kommt: 'Bei solchen Weiterbildungen handelt es sich oft um einfache Qualifizierungsmaßnahmen wie Gabelstaplerführerscheine.' 
Autor(en): (com)
Quelle: Training aktuell 12/09, Dezember 2009
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