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Studie: Sozialkompetenz wird überschätzt

Die viel gepriesene Sozialkompetenz ist weniger wichtig als allseits dargestellt - zumindest wenn es darum geht, Probleme in der Gruppe zu lösen. Dies ist eines der Ergebnisse einer groß angelegten Studie des Instituts für Arbeitswissenschaft an der Universität GH Kassel. Bei der Untersuchung, die sich insgesamt über viereinhalb Jahre erstreckt hat, wurden rund 400 Mitarbeiter von 20 Unternehmen in Gruppendiskussionen beobachtet. Nach dem so genannten Kasseler-Kompetenz-Raster, einem Verfahren zur Kompetenz-Diagnose, wurde ihr Verhalten anhand von 50 Kriterien unter die Lupe genommen. Die Ausgangsfrage dabei: Wie kompetent sind Unternehmensmitarbeiter, wenn es darum geht, Probleme im Arbeitsbereich zu lösen, Optimierungen zu planen und an Veränderungen mitzuwirken?
Der Studie zufolge wird mit viel Empathie, aktivem Zuhören, Kopfnicken, Zustimmen und persönlichen Ermunterungen häufig am Thema vorbeidiskutiert. Um eine effektive Gruppenarbeit zu gewährleisten, seien sowohl Fach-, als auch Methoden- und Selbstkompetenz weitaus wichtiger als sozialkompetentes Verhalten. Mitarbeiter mit diesen Fähigkeiten sind laut Untersuchung vorwiegend in flexiblen Unternehmen mit flachen Hierarchieebenen anzutreffen. In stark hierarchischen Betrieben dagegen würden eigene Entscheidungs- und Handlungsspielräume selbst von Führungskräften mit dem Verweis auf die betrieblichen Rahmenbedingungen häufig ungenutzt bleiben.
Unter dem Titel 'Flexibilität und Kompetenz: Schaffen flexible Unternehmen kompetente und flexible Mitarbeiter?' hat der Waxmann Verlag, Münster, die Studie jetzt als Buch herausgegeben. (ISBN 3-8309-1019-3, 48 Mark). Infos zu der Kompetenz-Untersuchung erhalten Interessierte zudem beim:

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Autor(en): (pwa)
Quelle: Training aktuell 04/01, April 2001
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