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Rezension: Coaching als kreativer Prozess

Drei Monate nach seinem Tod ist Kurt F. Richters letztes Werk veröffentlicht worden. 35 Jahre war der Autor als Berater und Coach tätig. Seine Erfahrungen stellt er in diesem Buch als 'ausgefeiltes Methodennetzwerk' zur Begleitung und Unterstützung von Menschen in schwierigen (Umbruch-)Situationen vor. Das Besondere dieses Netzwerkes ist die Einbeziehung aller Sinne, um menschliche und institutionelle Verflechtungen sowie unterschwellige Strömungen besser erfassen zu können. Sein Coachingkonzept stützt sich dabei vor allem auf folgende methodischen Ansätze: Gestaltung, systemische Beratung und Therapie, Kreativität sowie Körperarbeit. Geschrieben wurde es für all jene, die in diesen Gebieten arbeiten oder sich für sie interessieren.

Aber Achtung: 35 Jahre sind eine lange Zeit. Das Metakonzept wirft daher auch Blicke auf andere wissenschaftliche Disziplinen und spielt mit philosophischen Elementen. Das liest sich zunächst etwas sperrig. Richter macht sich jedoch sehr viel Mühe mit der Vorstellung der von ihm gewählten Struktur des Buches. Kompetent und logisch dröselt er alles auf: von Statements zu wichtigen Coachingthemen über Konzeptelemente bis zu praktischen Vorgehensweisen. Dabei geht es nicht nur um das Begleiten anderer. Ein komplettes Kapitel wurde dem erfolgreichen Selbstcoaching gewidmet. Lebendig machen die Ausführungen jede Menge Tipps und Warnungen und natürlich die insgesamt 125 umfangreichen Übungen – schließlich wurde das Ganze als Werkbuch konzipiert.

TA-Fazit: Destillierte Erfahrungen aus 35 Berufsjahren.

Dagmar Staab

Kurt F. Richter: Coaching als kreativer Prozess. 358 S., geb., Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2009, 39,90 Euro.
Quelle: Training aktuell 02/10, Februar 2010
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