Organisation

Praxistest 'Haus im Haus'

Auf Tuchfühlung törnt an

Kaum ist eine Herausforderung gemeistert, steht die nächste an. Dass diese Tatsache nicht mit Frust, sondern mit Spaß einhergehen kann, will das Trainingsspiel 'Haus im Haus' vermitteln. Training aktuell hat getestet, ob die Stimmung oder der Frust steigt.
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Die russische Babuschka könnte Modell gestanden haben für das österreichische Trainingsspiel 'Haus im Haus'. So wie die Holzpuppe in ihrem Bauch immer kleiner werdende Duplikate versteckt, finden sich unter einer großen Holzplattform des Seminarspiels immer kleinere Plattformen, auf denen die Kursteilnehmer stehen sollen. Die Idee hinter dem Spiel: Die Mitspieler müssen sich gemeinsam auf immer neue Herausforderungen einstellen. Nach Meinung des Anbieters Akzente Seminarübungen unterstützt die Übung Teamentwicklung und Changeprozesse und kann überdies als Aktivierungsübung im Seminar eingesetzt werden.

Holz begeistert – zumindest mich. Das merke ich, als ich das solide verarbeitete Spiel aus hellem Fichtenholz auspacke. Der Koffer, in dem das Spiel geliefert wird, ist bereits die erste Plattform, auf der die Mitspieler stehen sollen: Mit seiner quadratischen Grundfläche (45 auf 45 Zentimeter) und acht Zentimetern Höhe bildet er ein stabiles Podest. Was man auf den ersten Blick nicht sieht: Die Kofferwand, die später auf dem Boden liegt, kann herausgezogen werden. Das macht es möglich, das größte Podest in den nächsten Spielschritten einfach wegzuheben und darunter immer kleinere zu präsentieren.

So sehr mich die Verarbeitung des Spiels beeindruckt, so sehr irritiert mich die Vorstellung vom Spielablauf. Erstens: Damit möglichst viele Spieler aufs Podest passen, müssen diese auf Tuchfühlung gehen. Ob das wirklich jedermanns Sache ist? Oder ob unter den Mitspielern – Rücken an Bauch – mehr Zwistigkeiten als Zusammenführungen entstehen? Zweitens: Die Aufgabe ist vergleichsweise simpel. Auch der Gag des Spiels, nämlich der, dass erst nach bestandener Aufgabe die nächstkleinere Plattform und damit der höhere Schwierigkeitsgrad präsentiert werden, zündet nur einmal. Insgesamt verstecken sich aber vier immer kleiner werdende Podeste im Koffer, was für die Teilnehmer nach der ersten Enthüllung nicht mehr überraschend sein dürfte.
Autor(en): Corinna Moser
Quelle: Training aktuell 03/11, März 2011, Seite 23-33
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