Organisation

Praxistest 'Happy Aua'

Hirnöffner für Kreativitätsseminare

Haben Sie schon mal eine 'hautstrafende' Creme benutzt? Oder einen 'Crashkurs' in der Fahrschule besucht? Solche aberwitzigen Fehler aus der Werbung, auf Schildern oder aus Zeitungen hat Bastian Sick für ein Kartenspiel gesammelt. Training aktuell hat getestet, ob es nur als Partyspaß taugt oder auch für den Seminareinsatz.
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Mit 'Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod' hat Bastian Sick etwas geschafft, was vor ihm wohl noch keinem gelang: die ganze Nation für die deutsche Grammatik zu begeistern. Mit Witz entlarvt er Absurditäten im deutschen Sprach­dschungel. Und die finden sich zuhauf, etwa auf Verkehrsschildern, Reklametafeln und der Zeitung, wie sein Kartenspiel 'Happy Aua' beweist. Eigentlich zur Auflockerung für Partys gedacht, sollen die Spieler zu den Fehlern in den Bildern jeweils einen möglichst witzigen Kommentar ­schreiben. Kreativität ist also gefordert. Ob sich das Spiel auch für den Seminareinsatz eignet?

Der TA-Check: Klein und kompakt ist die Spieleschachtel. Kein Wunder, enthält sie doch lediglich die Bildkarten in der Größe eines normalen Kartenspiels sowie eine Spielanleitung, wie sich beim Öffnen zeigt. Bevor ich das Spiel mit Kollegen teste, durchstöbere ich zunächst selbst die insgesamt 60 Bildkarten. Manche lassen mich spontan auflachen (etwa 'Wir suchen 17 fleißige Hände für einfache Anlerntätigkeiten' oder einfach nur 'Wegen Zu geschlossen!'). Manche finde ich weniger witzig – aber das ist mit Sicherheit Geschmackssache.

Etwas enttäuschend ist jedoch das Format und die Aufmachung. Manche der ziemlich klein geratenen Karten muss man sehr nah an die Augen heranführen, um die Schrift auf den abfotografierten Schildern entziffern zu können – ein größeres Format hätte den Karten durchaus gutgetan, was sich später auch im Testeinsatz bestätigen wird. Außerdem wurden die abgebildeten Fotos offensichtlich nicht nachbearbeitet. Entsprechend sind manche sehr hell, andere wiederum zu dunkel, einige etwas unscharf, und oft war dem Hobbyfotografen ein reflektierendes Schaufenster im Weg. Optisch machen die Karten also nicht allzuviel her. Andererseits sind sie im wahrsten Sinne des Wortes aus dem Leben gegriffen – der Entdecker hat einfach mit der Kamera draufgehalten.

Nun startet unser Test mit fünf Spielern. Das Spielprinzip ist simpel und entsprechend leicht erklärt: Die Karten werden gemischt, ein Bild aufgedeckt. Jeder Spieler schreibt einen möglichst lustigen Kommentar dazu. Freies, spontanes Assoziieren ist erwünscht. Anschließend wird abgestimmt, wer den Vogel abgeschossen hat ...


Im Test:
  • Produkt: Happy Aua
  • Autor: Bastian Sick
  • Anbieter: Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co. KG, Stuttgart
  • Preis: 5,99 Euro
  • www.kosmos.de
Autor(en): Miriam Wagner
Quelle: Training aktuell 04/12, April 2012, Seite 30-31
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