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Beitrag von Janine Dengel aus Training aktuell 01/26, Januar 2026
Das Gehirn spielerisch und wissenschaftlich fundiert trainieren – das will die App CogniFit. Nutzerinnen und Nutzer finden darin mehr als 100 Gehirnjoggingspiele sowie zehn Trainingseinheiten, die u.a. die Bereiche Gedächtnis, Aufmerksamkeit, Koordination und Fokus verbessern sollen. Ergänzt wird das Angebot durch über 30 kognitive Tests, mit denen sich z.B. die Konzentrationsfähigkeit, das Allgemeinwissen und das logische Denken überprüfen lassen. Die App wurde von Spieledesignern des amerikanischen Unternehmens CogniFit gemeinsam mit Neurowissenschaftlern und Ärzten entwickelt.
Ich lade CogniFit aus dem App-Store meines Smartphones herunter. Beim ersten Öffnen werde ich durch eine Slideshow geführt, in der mir die wichtigsten Funktionen der App erklärt werden und in der ich mein persönliches Trainingsziel angeben soll – z.B. Verbesserung des Gedächtnisses. Am Ende der Slideshow fordert mich die App dazu auf, ein Abo auszuwählen: ein Monatsabo für 9,99 Euro, ein Jahresabo für 59,99 Euro oder eine kostenlose siebentägige Testversion. Für meinen Praxistest entscheide ich mich für das Letztere, der Bildschirm verblasst und die Inhalte der App werden zum ersten Mal sichtbar. CogniFit ist in fünf Bereiche eingeteilt: Im Bereich „Trainieren“ stehen zehn Trainingseinheiten zur Verfügung, die verschiedene kognitive Felder abdecken – etwa Gedächtnis, Konzentration oder Wahrnehmung. Unter „Bewerten“ finden sich insgesamt 32 kognitive Tests (darunter z.B. Konzentrations- und IQ-Tests) mit unterschiedlichen Längen – von zwei bis 35 Minuten. Im Bereich „Üben“ gibt es eine Spielbibliothek mit insgesamt 105 kognitiven Minispielen. Neben Klassikern wie Mahjong, Sudoku und Puzzle sind auch einige Spiele enthalten, die – zumindest mir – unbekannt sind (z.B. Mouse Challenge). Der Bereich „Statistiken“ zeigt die Aktivitäten in der App. Hier lassen sich u.a. die Ergebnisse der Trainingseinheiten, Spiele und Tests einsehen. Unter „Konto“ können persönliche Daten verwaltet und der Support kontaktiert werden.
Nachdem ich mir einen Überblick verschafft habe, beginne ich mit der Trainingseinheit „Gedächtnis“. Ich wähle sie aus der Liste aus und auf dem Bildschirm erscheint ein Informationstext zum Thema Gedächtnistraining sowie eine Tabelle mit sieben Fähigkeiten, die durch diese Einheit trainiert werden sollen, darunter z.B. Arbeitsgedächtnis und Kontextgedächtnis. Jede dieser Fähigkeiten lässt sich anklicken, wodurch ein Text aufklappt, in dem die jeweilige Fähigkeit erläutert wird. Ich starte die Einheit mit dem Button „Jetzt beginnen“ unterhalb der Tabelle, woraufhin die erste Übung „Digits“ auf dem Bildschirm erscheint. Die Anleitung: „Klicken Sie Quadrate mit Zahlen in aufsteigender Reihenfolge an. Ziel ist es, möglichst viele Level innerhalb von vier Minuten zu schaffen.“ Die Übung fängt mit nur wenigen Quadraten an, sodass ich die ersten Level schnell gemeistert bekomme. Mit jedem Level kommen jedoch mehr Quadrate dazu, sodass ich zunehmend länger brauche, die Level zu absolvieren. In der vorgegebenen Zeit schaffe ich es letztlich bis Level 13.
Nach „Digits“ geht es prompt mit der nächsten Übung weiter: „Space Rescue“. Die Anleitung: „Steuern Sie ein Raumschiff, retten Sie Astronauten, weichen Sie Asteroiden aus und merken Sie sich Planeten im Hintergrund (diese müssen Sie nach jeder Runde benennen). Ziel ist es, in vier Minuten möglichst viele Runden zu schaffen und Punkte zu sammeln. Fehler – etwa einen Astronauten nicht zu retten, mit Asteroiden zu kollidieren oder falsche Planeten zu benennen – führen zu Punktabzug.“ Zu Beginn ist die Übung noch simpel, aber auch hier steigt der Schwierigkeitsgrad mit jeder Runde: Es erscheinen mehr Astronauten, Asteroiden und Planeten, wodurch ich mit der Zeit immer häufiger Fehler mache. Ich komme bis Runde elf und erziele insgesamt zwölf Punkte.
Auch nach dieser Übung beginnt sofort die nächste: „Visuelle Arbeitsspeicher-Spanne“. Die Anleitung: „Auf dem Bildschirm befinden sich Kreise, die nacheinander aufleuchten. Merken Sie sich die Reihenfolge und klicken Sie sie in der richtigen Reihenfolge an. Bei einem Fehler beginnt die nächste Runde.“ In dieser Übung werden pro Runde immer zwölf Kreise angezeigt, deren Anordnung sich nach jeder Runde ändert. Zunächst leuchtet ein Kreis auf, den ich anklicken muss. Danach leuchten nacheinander zwei, dann drei usw. auf. Insgesamt gibt es sechs Spielrunden. Mir gelingt es, in jeder Runde neun oder zehn Kreise richtig anzuklicken.Nun ist die Trainingseinheit beendet und in einer großen Grafik wird mir angezeigt, wie gut ich in den Übungen abgeschnitten habe.
Als Nächstes durchstöbere ich den Bereich „Bewerten“ und wähle einen Konzentrationstest (Dauer: fünf Minuten) aus. Zunächst muss ich Fragen beantworten, z.B. wie gut ich mich konzentrieren kann oder ob ich mein Gedächtnis als zuverlässig einschätze. Daraufhin folgen mehrere kleine Tests. Beispielsweise ein Klopftest, bei dem ich innerhalb von zehn Sekunden so schnell und oft wie möglich auf ein blaues Rechteck klicken muss. Und ein psychomotorischer Vigilanztest, bei dem nacheinander Kreise auf dem Bildschirm erscheinen, die ich jeweils so schnell wie möglich, aber genau in der Mitte anklicken muss. Der Konzentrationstest schließt mit einem Bericht, der meine Konzentrationsfähigkeit anhand der Testergebnisse darstellt. Die Ergebnisse werden altersgerecht eingeordnet und mit denen anderer Nutzer verglichen. Zudem werden Empfehlungen zur Verbesserung der Fähigkeit gegeben.
Ich lege mein Smartphone nun zur Seite, nutze CogniFit im Rahmen der Testversion aber weiterhin regelmäßig. In den folgenden Tagen führe ich noch weitere Trainingseinheiten und Tests durch. Zudem werfe ich einen genaueren Blick in die Spielbibliothek und spiele ab und zu eine Runde Sudoku, mache ein Puzzle und probiere auch mir bisher unbekannte Spiele wie „Bee Ballon“ aus.
CogniFit bietet eine abwechslungsreiche Auswahl an Trainingseinheiten, Spielen und Tests für das Gehirn. Zwar empfinde ich viele Übungen anfangs als recht einfach, doch mit jeder Runde steigt der Schwierigkeitsgrad, sodass sich mit der Zeit Fehler einschleichen oder ich einzelne Übungen nicht mehr vollständig lösen bzw. abschließen kann. Meine Motivation leidet jedoch nicht darunter, im Gegenteil: Die Übungen machen Spaß, und anhand der Ergebnisse und Berichte kann ich nachvollziehen, wie gut ich abschneide, auch im Vergleich zu anderen Nutzern. Das animiert mich dazu, dranzubleiben und mich kontinuierlich zu verbessern.
Neben dem kognitiven Training vermittelt die App durch die Informationstexte und Erklärungen vor Beginn jeder Trainingseinheit Wissen über kognitive Fähigkeiten, was ich als positiv empfinde. Gefallen hat mir außerdem, dass ich durch die App viele neue Minispiele für das Gehirn kennenlernen konnte.
Eine abwechslungsreiche und unterhaltsame Gehirnjogging-App.
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