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Verwendung des Filtersatzes

Negatives Feedback nach Umständen zu filtern, für die der Weiterbildungsprofi nicht viel kann, kann unnötige Selbstzweifel fernhalten. Dennoch empfiehlt es sich, den Filtersatz nicht einfach zu beseitigen, sondern für die Qualitätsverbesserung zu nutzen.

1. Wie kann ich Off-topic-Feedback vorbeugen?

Damit Feedback nicht aufgrund eines unerfüllten Off-topic-Wunsches negativ ausfällt, sollte der Trainer/die Trainerin vorab in Gedanken durchgehen: Ist mein Seminarvertrag wirklich gut ausgearbeitet? Habe ich die Frage gestellt: „Welches Thema fehlt euch hier ggf. noch?“ Wie kann ich später aufkommende Themen berücksichtigen? (Beispiel: Plakat, mit der Überschrift „Das würde mich auch noch interessieren“ an der Tür des Seminarraums). Stelle ich Ressourcen bereit, die weitere Themen abdecken?

2. Wie kann ich das Format vermitteln?

Um das Seminar von anderen Formaten (z.B. Coaching) abzugrenzen, kann es sinnvoll sein, die Charakteristika von „Training“ aktiv anzusprechen. Zudem empfiehlt es sich, in der Mitte des Trainings die Chance für eine Retrospektive zu geben oder Raum für die Kommunikation mit einzelnen Teilnehmenden (z.B. „Mini-Sprechstunde“) zu schaffen.

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3. Wie kann ich einen Vergleich vermeiden?

Damit es gar nicht erst dazu kommt, dass sich Teilnehmende mit dem Trainer/der Trainerin vergleichen, sollte er/sie leicht entzündliches Material bei sich suchen: Nutze ich derzeit vielleicht eine Übung, ein Sinnbild, oder sage ich ab und an einen Satz, der einen Vergleich zwischen Teilnehmenden und Trainer provozieren könnte? Entsteht an irgendeiner Stelle ggf. ein starkes Hierarchiegefälle?

4. Wie vermeide ich Missverständnisse bei der Ankündigung?

Um Missverständnisse – etwa im Hinblick auf den Ausschreibungstext – und falsche Erwartungen bei den Teilnehmenden zu vermeiden, ist es hilfreich, die Ankündigung des Seminars einige Tage vor Start des Trainings zu kontrollieren (möglicherweise auch nur bei neuen Auftraggebern nötig). Zudem empfiehlt es sich, den Auftraggeber zu bitten, die eigene Mail-Adresse bei der (internen) Bewerbung des Trainings in CC zu setzen.

5. Wie kann ich einem „Rollenwechsel“ begegnen?

Damit Teilnehmende während eines Seminars nicht plötzlich in die Rolle des Auftraggebers schlüpfen, hilft es, vorab zu überlegen: Habe ich bei der Auftragsklärung gefragt, ob auch Teilnehmende aus auftraggebernahen Bereichen (wie Personal, HR) dabei sind? 

Habe ich die Auftraggeberin gebeten, mit ihren Mitarbeitenden das Thema „Meine Rolle im Seminar“ zu besprechen? 

Ist mit der Auftraggeberin geklärt, wie ich reagieren will (oder soll), wenn ein Rollenwechsel vorkommt?

6. Wie kann ich negativem Feedback aufgrund eines hohen Preises vorbeugen?

Um Missgunst aufgrund der preislichen Ausgestaltung eines Trainings zu vermeiden, sollten Weiterbildungsprofis neben einer genauen Kostenaufschlüsselung die Überlegung anstellen: Sollte ich immer das Maximale beim Preis herausholen, oder gibt es noch ein anderes Geschäftsmodell (Persönlichkeitsprofile, Beratung, Coaching), das den Gesamtumsatz beim Kunden in verschiedene Töpfe aufteilt?

 Habe ich bei fünfstelligen Summen ggf. einen wirtschaftlich unabhängigen zweiten Trainer bzw. eine Trainerin dabei, der/die bestätigen kann, wie das Training lief?



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