Politisches

Grenzenlos arbeiten in Europa

Mit einem Zwei-Stufen-Plan will die EU-Kommission bis zum Jahr 2005 die Hindernisse auf dem Weg zu einem paneuropäischen Arbeitsmarkt aus dem Weg räumen - und damit Erwerbstätigen von Gibraltar bis zum Nordkap die gleichen Arbeitsplatzchancen bieten. Zurzeit sind die EU-Bürger wahre Mobilitätsmuffel: Schlappe 1,5 Millionen Menschen zieht es per Anno zum Leben und Arbeiten in andere EU-Staaten - das ist gerade einmal ein Sechstel der Mobilitätsrate, wie sie innerhalb der 53 US-Bundesstaaten vorzufinden ist. Für die EU-Kommission symbolisiert diese Zahl die mangelhafte Nutzung des europäischen Arbeitskräftepotenzials - allein im IT-Bereich sind EU-weit ca. eine Million Stellen nicht oder mit schlecht qualifizierten Mitarbeitern besetzt.
Grund dafür sind neben der Sprachbarriere bürokratische Hürden, deren sich die EU-Kommission in einer ersten Stufe annehmen will. So soll u.a. die EU-weite Anerkennung beruflicher Befähigungsnachweise sichergestellt werden, die am Arbeitsplatz bzw. außerhalb des formalen Systems erworbene Fähigkeiten mit einschließt. Des Weiteren sollen Renten- und Sozialleistungssysteme harmonisiert werden, um spätere Versorgungslücken auszuschließen. Der Transparenz dient schließlich der Aufbau einer Website, die den Bürgern gut aufbereitete Informationen zu Beschäftigungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten in Europa bieten will. In einer zweiten Stufe soll eine Task-Force aus Spitzenmanagern, Bildungs- und Arbeitsmarktexperten die zukünftige Entwicklung von Qualifikationsanforderungen auf dem EU-Arbeitsmarkt analysieren und der Kommission Empfehlungen für weitere Aktionspläne geben.
Autor(en): (jgr)
Quelle: Training aktuell 01/02, Januar 2002
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