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Coaching-Umfrage

Stabilisiert und etabliert

In der Krise 2008 musste der Coachingmarkt teils kräftige Einbußen hinnehmen. Doch die jüngst veröffentlichte Coaching-Umfrage Deutschland 2011 zeigt: Es geht wieder aufwärts. Gleichzeitig wachsen aber auch die Ansprüche an Coachs.
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Bereits zum zehnten Mal hat das BCO – Büro für Coaching und Organisationsberatung, Köln, Ende 2011 die Coaching-Umfrage Deutschland durchgeführt. Partner war erneut der Deutsche Bundesverband Coaching e.V. (DBVC). Die Online-Umfrage, an der sich zwischen November 2011 und Januar 2012 374 Coachs beteiligten, liefert Grunddaten zur deutschen Coaching-Branche und zeigt aktuelle Entwicklungen auf.

Der statistische Coach in Deutschland ist demnach um die 48 Jahre alt und hat rund neun Jahre Berufserfahrung als Coach vorzuweisen. Bevor er ins Coachingfach wechselte, hat er bereits etwa 15 Jahre Berufserfahrung gesammelt. Während dieser Zeit machten drei Viertel der Coachs eigene Führungserfahrungen. 61 Prozent der Befragten verfügen über einen Hochschulabschluss oder gar eine Promotion.

Ein Vergleich mit den Umfragedaten aus dem Jahr 2004 (seither wurden die Daten in einem vergleichbaren Format erhoben) ergibt: Damals waren die befragten Coachs im Durchschnitt etwas jünger und hatten weniger Erfahrung als Coach – rund fünf Jahre war damals das Mittel. Gleichzeitig ist seit 2004 der Anteil derjenigen stetig gesunken, die weniger als fünf Jahre Erfahrung in ihrem Erstberuf hatten, bevor sie als Coach starteten. Diese Gruppe macht mittlerweile weniger als zehn Prozent der Befragten aus. Das zeigt, dass auf dem Markt zunehmend Coachs gefragt sind, die über eine langjährige Erfahrung verfügen – sowohl in ihrem eigentlichen Beruf als auch im Coaching. Aus Sicht der Kunden ist das durchaus nachvollziehbar. Für junge Absolventen von Coaching-Ausbildungen indes, die diese Profession als Erstausbildung gewählt haben, dürfte diese Nachricht wenig erfreulich sein.

Ein Hauptanliegen der Coaching-Umfrage war auch dieses Mal, die wirtschaftliche Situation von Coachs zu beleuchten. Auch hier lohnt ein Blick auf die Zahlen der Vorjahre. 2004 ermittelte die Studie einen durchschnittlichen Stundensatz von 140 Euro. Bis 2007 stieg er kontinuierlich auf 157 Euro an, um dann im Krisenjahr 2008 auf 145 Euro zu fallen (siehe Grafik S. 8). Damals wurde sogar vielfach von einem generellen Preisverfall bei den Honoraren gesprochen. Heute ist der Stundensatz mit durchschnittlich 156 Euro wieder auf das Niveau von 2007 gestiegen. Mittlerweile ist unumstritten: Coaching hat als wertvoller Teil im Portfolio vieler Personalentwickler seinen festen Platz gefunden – und wird auch entsprechend honoriert.

Extra:
  • Grafik: Entwicklung des Stundensatzes von 2004 bis 2011

Autor(en): Jörg Middendorf, Ulrich Dehner
Quelle: Training aktuell 04/12, April 2012, Seite 6-8
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