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Klischees überspringen

Zusammenarbeit mit Consultants

Sie sind arrogant, haben kein Verständnis für die Interessen der Beschäftigten und legen für zu viel Geld zu selten realisierbare Konzepte vor. Es gibt kaum ein Unternehmen, in dem nicht Vorurteile über Berater kursieren. Die Problematik dahinter: Solche Vorurteile neigen dazu, sich selbst wahr werden zu lassen. Ex-Berater Martin Stellmacher durchleuchtet die Klischees und zeigt auf, wie die Zusammenarbeit mit den Externen gelingt.

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Ein junger Mann hält mit seinem Porsche bei einem Schäfer und fragt ihn, ob er eines seiner Schafe bekommt, wenn er ihre genaue Anzahl in der Herde errät. Der Schäfer willigt ein. Nach Auswertung einiger Satellitenfotos und der Erstellung eines Excel-Sheets nennt der Mann die richtige Zahl und sucht sich wie vereinbart ein Schaf aus. Daraufhin fragt ihn der Schäfer, ob er sein Schaf zurückbekommt, wenn er den Beruf des Mannes errät. Dieser ist einverstanden und zu seiner Überraschung sagt der Schäfer: Unternehmensberater. Als der Mann ihn fragt, woher er das weiß, antwortet der Schäfer: 'Erstens, Sie sind gekommen, ohne dass ich Sie gerufen habe. Zweitens, Sie haben mir nur etwas verraten, was ich ohnehin schon wusste, wollten aber eine Gegenleistung. Drittens, Sie haben keine Ahnung von der Materie – das Schaf, das Sie sich ausgesucht haben, ist mein Schäferhund.'

Dieser Witz über Unternehmensberater ist der wahrscheinlich gängigste – von vielen. Über nur wenige Berufsgruppen kursieren so viele negative Klischees, wird so viel Kritisches kolportiert wie über die der Consultants. Unternehmen engagieren sie trotzdem immer wieder. Aus Sicht der Auftraggeber offensichtlich aus gutem Grund. Tatsächlich machen Führungskräfte und Mitarbeiter auf der Arbeitsebene dennoch oft jene Erfahrungen, die sie erwartet oder besser gesagt befürchtet haben: Die tägliche Zusammenarbeit mit den Consultants gestaltet sich oft mühsam.

Das liegt mitnichten daran, dass alle Gerüchte über Berater wahr sind. Dies zu schlussfolgern, wäre zu kurz gedacht. Denn zu bedenken ist beispielsweise der recht bekannte – wenn auch nicht unbedingt unter diesem Fachbegriff – Andorra-Effekt. Dieser beschreibt eine selbsterfüllende Prophezeiung: Menschen neigen dazu, sich so zu verhalten, wie andere von ihnen erwarten, dass sie sich verhalten.

Extras:

  • Zwischen Vertrauen und Druck: Fünf Tipps für die Zusammenarbeit mit Beratern
  • Literaturtipps: Hinweis auf das Buch des Autors Martin Stellmacher 'Gut beraten' und auf einen Fachartikel über kritische Phasen in Consulting-Projekten

Autor(en): Martin Stellmacher
Quelle: managerSeminare 181, April 2013, Seite 46 - 50 , 17728 Zeichen

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