Lernen

Zukunft der Personalentwicklung
Zukunft der Personalentwicklung

Wie Weiterbildung weitergeht

Die Art und Weise, wie Weiterbildung in Unternehmen gestaltet wird, hat sich aufgrund der Corona-Pandemie stark verändert. Wie genau – das haben die Bitkom Akademie und HRpepper Management Consultants in einer soeben erschienenen Studie untersucht. Die Autorinnen über die zentralen Erkenntnisse und was sie für die Angebotsgestaltung, die Aufgaben der Personalentwicklung und die zukünftige Auftragslage bedeuten.

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Mäßig zufrieden: Die erste Begeisterung für digitale Formate hat sich gelegt

Fast vereinsamt: Die persönliche Begegnung wird klar eingefordert

Hochgradig flexibel: Weiterbildung wird kleinteiliger und fließt zunehmend in den Arbeitsalltag ein

Freiwillig eigenverantwortlich: Lernende kümmern sich selbst – brauchen aber offizielle Unterstützung

Auf Dauer wichtig: Es gibt viel zu lernen, und das wird sich in Zukunft nicht ändern


Cover managerSeminare 283 vom 17.09.2021Hier geht es zur gesamten Ausgabe managerSeminare 283

Ist die Digitalisierung gut in der Weiterbildungsbranche angekommen?

Franziska Schölmerich: Das haben wir uns auch gefragt. Unsere Studie vom vergangenen Jahr, die wir im Mai 2020 durchgeführt hatten, zeigte zwar schon deutlich, dass Präsenzformate seltener werden. Nach zwei Monaten Pandemie war damals allerdings vieles noch sehr improvisiert. Es war sehr spannend zu sehen, wie die Anbieter und Organisationen die Herausforderung, in die sie hinein katapultiert worden waren, angegangen sind. Mit der neuen Studie wollten wir hier nun genauer hinschauen, um zum Beispiel zu verstehen, ob die Qualität der Angebote gestiegen ist, was gute digitale Formate ausmacht und wie zufrieden Menschen mit einer digitalen Weiterbildung sind.

Und sind sie zufrieden mit den existierenden digitalen Angeboten?

Claudia Wagner: Ja und nein. Obwohl im vergangenen Jahr zweifellos eine Professionalisierung stattgefunden hat, hat sich die Zufriedenheit mit dem Weiterbildungserlebnis nicht verbessert. Die allgemeine Zufriedenheit ist sogar gesunken: 2020 gaben noch 54 Prozent der Befragten an, dass sie in den vergangenen Monaten gute Erfahrungen mit ihrer Weiterbildung gemacht haben, dieses Jahren waren es nur noch 48 Prozent. Das hat uns überrascht. Nachdem im vergangenen Jahr so viele überstürzt in die Digitalisierung geworfen worden waren, gab es ja viel Luft nach oben.

Schölmerich: Interessanterweise ist die Zufriedenheit, wenn man nach den einzelnen Formaten fragt, allerdings gar nicht so schlecht. Die schlechtesten Werte haben kurze Online-Seminare unter zwei Stunden: Mit ihnen waren nur 59 Prozent eher oder sogar voll und ganz zufrieden, 11 Prozent waren es nicht. Mit ihrem virtuellen Coaching waren 79 Prozent der Befragten mehr oder weniger zufrieden, und E-Learning-Plattformen kommen sogar auf 87 Prozent von eher oder voll und ganz zufriedenen Teilnehmern. Dass sich die allgemeine Zufriedenheit trotzdem nicht verbessert hat, weist darauf hin, dass sich eine gewisse digitale Ermüdung bemerkbar macht.

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