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Weiterbildungs-Award 2003

Den roten Faden spinnen

Zur Unterstützung des internen Bildungscontrollings entwickelte die Sick AG ein Instrument, um die Nachhaltigkeit von Trainings zu sichern. Das Transfermanagement zieht sich wie ein roter Faden durch alle Weiterbildungsangebote und nimmt die Führungskräfte in die Pflicht: In regelmäßigen Mitarbeitergesprächen werden alle Schulungsmaßnahmen gemeinsam reflektiert. Mit diesem Konzept errang die Sick AG den zweiten Platz.
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Angestoßen wurde das Thema Transfermanagement bei der Sick AG in der Diskussion um die Zukunftsfähigkeit der internen Weiterbildungsakademie und bei der Frage des Bildungscontrollings. Innerhalb der Personal- und Organisationsentwicklung gründete sich eine Projektgruppe, zu der Mitarbeiter aus dem Qualitätsmanagement hinzugezogen wurden, die einen expliziten Nachweis über die Nachhaltigkeit und die Wirksamkeit des Seminarangebots in der Firma forderten. Schließlich wurde aus dem weiten, unübersichtlichen Feld des Bildungscontrolling das Transfermanagement ausgewählt.

Eine wichtige Voraussetzung bei diesem Projekt war, alle am Transferprozess Beteiligten von Anfang an zu involvieren. Die Umsetzungsverantwortung sollten nicht allein die Teilnehmer übernehmen. Aus diesem Grund wurden die Seminarteilnehmer für den Transfer sensibilisiert, die Führungskräfte als Unterstützer der Seminarteilnehmer einbezogen, die Weiterbildungsverantwortlichen als Impulsgeber und Berater im Transferprozess bekannt gemacht, die Trainer aufgefordert, mit entsprechenden Methoden den Transfer in ihren Seminaren zu fördern und für die Zeit nach dem Seminar als Berater oder Coach zur Verfügung zu stehen sowie die Organisation und das Arbeitsumfeld der Seminarteilnehmer im Umsetzungsprozess berücksichtigt.

Nur im Zusammenspiel aller Beteiligten kann der Transfer erfolgreich stattfinden: Spielen beispielsweise die Kollegen nicht mit oder erfährt der Teilnehmer keine Unterstützung durch seine Führungskraft, können die besten Umsetzungsimpulse zunichte gemacht werden.
Autor(en): Anke Friebel, Bettina Merkle
Quelle: management&training 04/03, April 2003, Seite 16-19
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