Tutorial
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Erschöpfung in der Führung entgegenwirken

Viele Führungskräfte fühlen sich erschöpft. Das hat nicht nur mit äußeren Anforderungen und Umständen zu tun, sondern auch und vor allem mit ihrem (Führungs-)Verhalten, ihren Einstellungen und ihrem inneren Erleben. Heißt: Sie haben es zum wesentlichen Teil selbst in der Hand, der Erschöpfung entgegenzuwirken. Vier Ansatzpunkte.

Authentizität

Keine Schwäche zeigen, das Gefühl vermitteln, alles in der Hand zu haben … Viele Führungskräfte haben das Gefühl, eine Rolle spielen zu müssen. Das ist zum einen anstrengend. Zum anderen erzeugt der Widerspruch zwischen innerem Erleben und äußerem Verhalten emotionale Dissonanz, die zusätzlich erschöpfend wirkt. Sich in der Führungsrolle zuzugestehen, auch Unsicherheit, Überlastung und eigene Grenzen zu kommunizieren, wirkt daher doppelt entlastend. Damit ist nicht gemeint, ungefiltert alle Ängste und Sorgen weiterzugeben. Gemeint ist, das eigene emotionale Erleben angemessen zu kommunizieren, wenn es passend und angebracht erscheint.

Klarheit

Führungskräfte sind permanent mit Entscheidungen konfrontiert – viele davon moralisch, sozial oder strategisch ambivalent. Das ist anstrengend und zerrt an der Psyche. Es fällt jedoch umso leichter, je klarer man sich der eigenen Werte ist, je genauer man weiß, wofür man steht. Zudem fördert eine klare innere Haltung das Selbstwertgefühl, senkt die Angst vor Kritik und erleichtert es so, sich – wenn nötig – abzugrenzen und auch einmal Nein zu sagen. So kann Selbstüberforderung vermieden werden.

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Mut

Entscheidungen hinausschieben, knifflige Punkte nicht ansprechen, Konflikte vermeiden … (Psychische) Erschöpfung entsteht oft weniger durch das, was wir tun, als vielmehr durch das, was wir nicht tun. Denn durch solches (Nicht-)Verhalten entsteht innerer Druck, das Grübelkarussell setzt sich in Bewegung, es baut sich kognitive und emotionale Spannung auf. Die Dinge mutig anzugehen, ist daher ein wichtiger Schutzmechanismus gegen Erschöpfung. Zumal so verstandener Mut das Selbstwirksamkeitserleben stärkt, also das Gefühl, etwas bewirken zu können und nicht nur Spielball der äußeren Umstände zu sein. Gerade in herausfordernden Zeiten ist dieses Gefühl eine wertvolle Energiequelle. Wichtig: Mut sollte nicht zum Selbstzweck erhoben werden. Grundsätzlich keiner Konfrontation aus dem Weg zu gehen, kein Risiko zu scheuen, ist kein gesunder Mut, sondern ein Angriffsmodus, der eine Schutzstrategie darstellt und der auf Dauer erschöpfend wirkt. Kontrollfrage: Wem oder was dient das mutige Handeln? Zahlt es etwa auf mein Bedürfnis nach Klarheit oder meinen Wunsch nach Fairness ein? Oder geht es mir nur ums Prinzip?

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