Management

Training von Zielvereinbarungen

Wegweiser zu echten Zielen

Herausfordernd, messbar, frei von Widersprüchen und präzise: So sollten Zielvereinbarungen formuliert sein. Anforderungen, die nicht immer eingehalten werden. Denn das Instrument 'Zielvereinbarung' wird häufig unterschätzt, so die Beobachtung von Prof. Dr. Rupert E. Bardens. Der Kommunikationsexperte schildert, was Führungskräfte in einem Zielvereinbarungs-Training lernen können.
Kostenfrei für Abonnent/innen von managerSeminare
Downloaden
Zielvereinbarungen gehören in der Mitarbeiterführung und in der Gestaltung variabler Entgelte zu den Top-Themen. Und doch lassen sich in der Praxis immer wieder Fälle finden, in denen das Instrument schwer und holperig angelaufen oder sogar gescheitert ist. Der Hauptgrund: Die Anforderungen, die das Instrument an die Führungskräfte stellt, werden oft unterschätzt.

Ob der Erfolg erreicht wird, den die Unternehmensleitung, die Führungskräfte und alle anderen Beteiligten mit der Einführung des Instrumentes anstreben, steht und fällt damit, wie stichfest die Ziele definiert sind, wie kontrollierbar sie sind und wie sinnvoll sie auf die Abteilungen und Mitarbeiter verteilt sind.

Führungskräfte müssen lernen, unterschiedliche Zielarten zu definieren. Im Rahmen der Zielfindung werden dann aus den einzelnen Zielarten zunächst in Grobform alle Ziele herausgearbeitet, die für den jeweiligen Verantwortungsbereich – z.B. für die Logistik oder Entwicklung – sinnvoll und wünschenswert sind. Dann geht es darum, die Grob-Ziele für die einzelnen Mitarbeiter oder Teams zu finden sowie Prioritäten zu setzen. Und schließlich müssen die Ziele konkret formuliert werden – so dass zum einen der Mitarbeiter detailgenau weiß, was er erreichen muss, zum anderen die Führungskraft den Erfolg überprüfen kann.

Ziele müssen positiv formuliert und mit den Gesetzen und der Unternehmensethik vereinbar sein. Sie sollten das Ergebnis beschreiben, aber nicht den Weg dorthin und ebenso präzise wie widerspruchsfrei sein. Besondere Herausforderungen ergeben sich, wenn Zielerreichungen mit einem finanziellen Anreiz – dem variablen Entgelt – verbunden werden. In diesem Fall sind von der Führungskraft mehrere Entscheidungen zu fällen und im Anschluss daran die Kriterien zu nennen, die zu ihren Entschlüssen geführt haben.

Wichtig ist zudem, dass sich Zielvereinbarungen von Zielvorgaben unterscheiden. Darüber hinaus müssen Mitarbeiter oft erst für Zielvorschläge gewonnen werden, was hohe Anforderungen an die Gesprächskompentenz der Führungskraft – aber auch an die des Mitarbeiters stellt, denen eine Schulung in Sachen Zielvereinbarung anzuraten ist.

Extras:
  • Checkliste: Welche Fragen in Zielvereinbarungsgesprächen unbedingt geklärt werden sollten.
  • Info-Kasten: Wie Ziele formuliert werden sollten.
  • Übersicht: Die zehn Phasen eines erfolgreichen Zielvereinbarungsgespräches.
Autor(en): Prof. Dr. Rupert E. Bardens
Quelle: managerSeminare 48, Mai 2001, Seite 118-125
Wir setzen Analyse-Cookies ein, um Ihre Zufriedenheit bei der Nutzung unserer Webseite zu verbessern. Diese Cookies werden nicht automatisiert gesetzt. Wenn Sie mit dem Einsatz dieser Cookies einverstanden sind, klicken Sie bitte auf Akzeptieren. Weitere Informationen finden Sie hier.
Akzeptieren Nicht akzeptieren
nach oben Nach oben