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Beitrag aus managerSeminare 335, Februar 2026
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Testgelesen von Susanne Böttger-Schösser
In seinem Buch „Rituale in Teams und Organisationen – Innehalten, Verbinden, Transformieren“ beleuchtet Jürg Fassbind die Bedeutung von Ritualen im modernen Arbeitsalltag und in der Zusammenarbeit von Teams. Er zeigt auf, welche Wirkung bewusst gestaltete Rituale entfalten können, und verknüpft wissenschaftliche Erkenntnisse mit praxisnahen Beispielen. Die Publikation richtet sich vor allem an Führungskräfte und Personalverantwortliche, die ihre Organisation kulturell und strukturell weiterentwickeln möchten. In den ersten Kapiteln klärt Fassbind unter anderem, was Rituale sind und wie sie sich von Routinen oder formalen Abläufen unterscheiden. Darauf aufbauend stellt er verschiedene Ritualkategorien und rituelle Interventionen in Organisationen vor. Dazu zählen beispielsweise Rituale zur gemeinsamen Reflexion, zur Stärkung der Teamidentität sowie zur Gestaltung von Transformationsprozessen. Fassbind diskutiert, wie Rituale dazu beitragen können, Verankerung, Orientierung und Zugehörigkeit in Teams zurückzugeben, die im beschleunigten Arbeitsalltag oft verloren gehen. Er plädiert für eine bewusste Gestaltung von Ritualen, die nicht nur die Effizienz steigern, sondern auch soziale Gerechtigkeit und Inklusion fördern, indem sie allen Mitarbeitenden Teilhabe und Sinn ermöglichen.
| Informationsdichte | Das Buch zeichnet sich durch eine hohe Informationsdichte aus und vermittelt wissenschaftliche Erkenntnisse, die durch praxisnahe Beispiele ergänzt werden. Es informiert die Leserinnen und Leser umfassend über das Thema Rituale in Teams und Organisationen. Punkte: 4 von 4 |
| Visuelle Gestaltung | Das Cover setzt auf eine reduzierte Farbgebung, die Ruhe und Seriosität ausstrahlt. Die Typografie ist schlicht und gut lesbar, wodurch die Zugänglichkeit und der wissenschaftlich fundierte Anspruch des Werkes unterstrichen werden. Grafiken und schematische Darstellungen werden gezielt eingesetzt, um komplexe Inhalte anschaulich zu vermitteln. Punkte: 4 von 4 |
| Gliederung | Das Buch ist klar strukturiert. Auf 259 Seiten werden zentrale Themen wie die Bedeutung von Ritualen im organisationalen Alltag, ihre Wirkung auf Teamdynamik, Führung und Unternehmenskultur sowie ihre Rolle in Veränderungsprozessen behandelt. Die Kapitel sind thematisch abgeschlossen, sodass das Werk sowohl kapitelweise als auch quergelesen werden kann – je nach individuellem Interesse oder beruflichem Fokus. Punkte: 4 von 4 |
| Verständlichkeit | „Rituale in Teams und Organisationen“ ist insgesamt gut verständlich, richtet sich jedoch eindeutig an ein fachlich interessiertes Publikum. Die Sprache ist sachlich und präzise, mit einem wissenschaftlich geprägten Stil. Fachbegriffe aus den Bereichen Psychologie, Organisationsentwicklung und Kulturtheorie werden in der Regel gut eingeordnet. Punkte: 3 von 4 |
| Eignung | Das Buch richtet sich an alle, die sich mit der kulturellen und strukturellen Weiterentwicklung von Organisationen befassen oder dies künftig tun möchten. Besonders geeignet ist es für Führungskräfte, HR-Verantwortliche und Changemanager, die darin praxisnahe Impulse finden, um aktuelle Herausforderungen besser einordnen und fundierte Entscheidungen treffen zu können. Punkte: 4 von 4 |
| Relevanz | Das Buch trifft den Puls der Zeit. Es greift zentrale Themen wie Teamdynamik, Führungskultur, Changemanagement und die psychologische Bedeutung von Ritualen auf. All dies sind Aspekte, die Unternehmen heute aktiv gestalten müssen, um Stabilität, Sinn und Innovationskraft zu sichern. Punkte: 4 von 4 |
Testgelesen von Gaby Hasler Herzberg
David Allen und Edward Lamont beschäftigen sich in ihrem Buch mit der Anwendung der Selbstmanagement-Methode „Getting Things Done (GTD)“ in Teams. Nach einer kurzen Einführung zum Thema Teams (Was ist ein Team? Warum sind seine Mitglieder wichtig?) und zur aktuellen schnelllebigen Arbeitswelt übertragen die Autoren die fünf GTD-Schritte aus der Einzelarbeit – Erfassen, Verarbeiten, Organisieren, Durchsehen und Erledigen – auf den Teamkontext und zeigen dabei, wie Struktur, Klarheit und gemeinsame Standards in Teams die Zusammenarbeit verbessern, die Produktivität erhöhen und Stress senken können. Dies verbinden sie mit vielen realen Praxisbeispielen aus Unternehmen. Darüber hinaus stellen Allen und Lamont den Leserinnen und Lesern zentrale Erfolgsfaktoren für funktionierende Teams vor. Zum Beispiel ein klar definierter Teamzweck, transparente Rollen, nachvollziehbare Entscheidungswege sowie verbindliche Regeln für Meetings und Kommunikation. Insgesamt handelt es sich bei dem Buch eher um einen praktischen Leitfaden als um ein theoretisches Fachbuch. Der Schwerpunkt liegt klar auf der Umsetzbarkeit im Unternehmensalltag.
| Informationsdichte | Die Informationsdichte ist für die Zielgruppe gut austariert. Konzepte werden klar erläutert und unmittelbar mit Beispielen und Mustern unterlegt, ohne sich in Nebenaspekten zu verlieren. Wiederholungen dienen vor allem dazu, zentrale Prinzipien – etwa Klarheit, Vertrauen und offene Kommunikation – aus verschiedenen Blickwinkeln (Führung, Prozesse, Tools) zu verankern und wirken dadurch eher klärend als redundant. Punkte: 4 von 4 |
| Visuelle Gestaltung | Das Buch erscheint als Softcover im Fachbuchformat. Die Typografie ist sachlich, gut lesbar und auf längere Lektüre ausgerichtet. Grafiken und Strukturierungselemente (Fallbeispiel-Kästen, Aufzählungen, Muster) unterstützen das Verständnis, könnten an einigen Stellen aber noch stärker genutzt werden, um komplexere Abläufe im Team visuell auf einen Blick erfassbar zu machen. Punkte: 3 von 4 |
| Gliederung | Die Gliederung führt die Leserinnen und Leser schrittweise von der Grundidee „Team GTD“ über die Elemente von Struktur und Standards hin zu praktischen Anwendungsfällen in unterschiedlichen Organisationskontexten. Durch klar abgegrenzte Kapitel mit inhaltlich eigenständigen Schwerpunkten ist gezieltes Lesen gut möglich. Punkte: 4 von 4 |
| Verständlichkeit | Die Sprache ist gehoben, jedoch gut zugänglich, mit typischem Businessvokabular. Schlüsselbegriffe werden eingeführt und im Kontext erklärt. Komplexere Zusammenhänge – etwa Spannungen zwischen formaler Hierarchie und selbstorganisierten Teams oder die Rolle von Standards in der Kulturentwicklung – werden durch praxisnahe Beispiele anschaulich gemacht. Punkte: 4 von 4 |
| Eignung | Adressiert sind Führungskräfte, Projektleitende, HR- und OE-Verantwortliche, die ihre Teams strukturierter, aber nicht rigide führen wollen. Das Buch eignet sich sowohl als Einstieg in „Team-Produktivität“ als auch als Ergänzung für Leser, die GTD bereits kennen und auf Gruppen übertragen möchten. Für Coachs bietet es die Möglichkeit, um mit Teams an Klarheit, Standards und Meetingkultur zu arbeiten. |
| Relevanz | Das Buch trifft den Puls einer Arbeitswelt, in der viele Teams an ihre Grenzen kommen. Es ist keine „bahnbrechende“ Neuentdeckung, aber eine zeitgemäße Einführung in teamorientierte Produktivität. Empfehlenswert ist es vor allem für Fachpersonen, die bereits mit Team-Tools arbeiten, und einen klaren, menschenfreundlichen Rahmen suchen, um Zusammenarbeit strukturierter, verlässlicher und zugleich stressärmer zu gestalten. Punkte: 4 von 4 |
Testgelesen von Daniela Sauermann
In Zeiten dynamischer Märkte hängt der Erfolg eines Unternehmens mehr denn je von funktionierenden Teams ab. Wie solche Teams entstehen und wachsen können, beschreibt Andreas Schobesberger mit einem strukturierten Zwölf-Wochen-Programm in seinem Buch „Starke Teams entwickeln“. Sein Anspruch ist, dass sich die Qualität der Teamleistung messbar verbessern lässt – ohne externe Beratung. Im ersten Teil des Buches stellt Schobesberger seine Zwölf-Wochen-Roadmap vor, eine Art Entwicklungsreise, die von der Bestandsaufnahme bis zur Reflexion reicht. Dazu gehören u.a. das Erkennen von Stärken, die Analyse von Arbeitsabläufen, das Vereinbaren gemeinsamer Kommunikationsregeln sowie das Erarbeiten konkreter Verbesserungsideen. Der zweite Teil bietet detaillierte Workshop-Anleitungen, Übungen und Methoden zur direkten Umsetzung. Im dritten Teil widmet sich der Autor typischen Herausforderungen wie Konflikten oder Widerständen gegen Veränderungen und zeigt praxisnahe Wege auf, diesen zu begegnen. Schobesbergers Ansatz bietet sich insbesondere für Teams an, die ihre Zusammenarbeit eigenverantwortlich gestalten möchten. Wer in diesem Sinne eine erste kompakte, praxisorientierte Anleitung sucht, um Teamkultur und Zusammenarbeit zu stärken, findet damit einen guten Einstieg.
| Informationsdichte | Schobesberger bietet in seinem Buch einen strukturierten Ansatz an, mit dem Teams grundlegende Schritte der Teamentwicklung ohne externe Unterstützung kennenlernen und umsetzen können. Ergänzend liefert er praxisnahe Workshop-Anleitungen, die Orientierung geben, ohne zu überfordern. Punkte: 3 von 4 |
| Visuelle Gestaltung | Das Motiv der Ameisen auf dem Cover vermittelt die Botschaft von Zusammenarbeit und kollektiver Leistung sehr deutlich. Leider wird diese Symbolik im Fließtext nicht weiter visuell aufgegriffen. Mehr auflockernde, bildhafte Gestaltungselemente hätten die Lesbarkeit des Buches verbessert. Punkte: 3 von 4 |
| Gliederung | Die Gliederung des Buches ist stimmig und ergibt eine sinnvolle Reihenfolge. Am Ende jeder Woche der Roadmap erfolgt zusammenfassend eine Agenda bzw. eine Übersicht über den Ablauf und den Inhalt. Die Literaturangaben bieten die Möglichkeit, sich intensiver mit dem Thema auseinanderzusetzen. Punkte: 4 von 4 |
| Verständlichkeit | Der Schreibstil ist leicht lesbar, gut verständlich und in der „Du“-Form verfasst. Die Lesenden finden Antworten auf die Frage, wie Teamentwicklung strukturiert angegangen werden kann. Punkte: 4 von 4 |
| Eignung | Das Buch richtet sich an Führungskräfte und Personalverantwortliche, die nach Ansätzen für die Entwicklung starker, funktionierender Teams suchen. Die praxisorientierten Anleitungen machen das Buch zu einem nützlichen Werkzeug. |
| Relevanz | Mit seinem Zwölf-Wochen-Programm will der Autor zu einer messbaren Teamentwicklung ohne externe Unterstützung motivieren und inspirieren. Das Buch bietet einen konkreten, praxisbewährten Ansatz für alle, die ihre Teams systematisch und professionell weiterentwickeln möchten. Punkte: 3 von 4 |
Testgelesen von Michaela Schlaiß
Bei dem Buch „Teamleitung konkret“ von Alisa Stolze und Jan Fischbach handelt es sich um einen Praxisleitfaden, in dem aufgezeigt wird, wie Teamführung heute und in Zukunft funktionieren kann. In den ersten drei Kapiteln stehen der Aufbau leistungsfähiger Teams, die strukturellen Grundlagen einer tragfähigen Teamkultur sowie die Rolle der Teamleitung im Fokus. Es wird u.a. herausgearbeitet, was eine gute Teamleitung ausmacht, wie man in diese Rolle hineinwächst und wofür die Teamleitung Verantwortung trägt – ebenso, für welche Themen sie nicht zuständig ist. Kapitel 4 befasst sich mit der Frage, was Gewohnheiten sind und inwieweit sie zu guten Ergebnissen bzw. Erfolg im Team beitragen können. In den Kapiteln 5 und 6 werden schließlich 20 konkrete Gewohnheiten ausführlich beschrieben. Dazu gehören z.B. das konsequente Formulieren klarer Ziele, tägliche kleine Verbesserungen, regelmäßige Abstimmungen im Team und die wöchentliche Auswertung der Teamzufriedenheit. Ergänzt wird dies durch Arbeitsmittel, die dabei helfen sollen, die Zusammenarbeit und die Ergebnisse im Team messbar zu verbessern. Meiner Meinung nach ist das Buch keine leichte Lektüre. Es setzt ein gutes Verständnis sozialpsychologischer Grundlagen voraus, und man muss es gründlich durcharbeiten, um die dahinterliegenden Konzepte zu verstehen. Positiv ist, dass durch die konsequente Umsetzung der Teamgewohnheiten eine gute Basis für jedes Team geschaffen werden kann und dass in den Ausführungen immer wieder Bezug zur gesamten Organisationsentwicklung hergestellt wird.
| Informationsdichte | Die Informationsdichte ist für Leserinnen und Leser passend, die bereits Erfahrungen in der Teamleitung gesammelt und entsprechende Seminare besucht bzw. Literatur gelesen haben. Die Inhalte bauen aufeinander auf. Es entsteht keine Langeweile durch Wiederholungen. Punkte: 3 von 4 |
| Visuelle Gestaltung | Die Leserinnen und Leser dürfen sich durch rund 250 textdominierte Seiten arbeiten. Die stringent durchgehaltene Struktur ist angenehm und greift auf struktureller Ebene den Inhalt des Buches auf. Headlines, hervorgehobene Zusammenfassungen und eine visuelle Führung mithilfe von Symbolen unterbrechen den Textfluss auf angenehme Weise. Punkte: 3 von 4 |
| Gliederung | Die Autoren stellen gleich zu Beginn ihr Buchkonzept vor: Sie klären das „Warum“, benennen ihre Zielgruppe, zeigen die Struktur auf und platzieren eine Reihe von Symbolen für eine schnelle visuelle Orientierung. Gezieltes Lesen einzelner Kapitel und Querlesen sind gut möglich, da zentrale Inhalte wiederholt werden. Punkte: 4 von 4 |
| Verständlichkeit | Das Buch vermittelt praxisnahes Wissen, setzt aber ein gutes Verständnis sozialpsychologischer Grundlagen voraus. Der Stil wechselt zwischen direkter Ansprache, Checklisten, Praxisbeispielen und wissenschaftlichen Abschnitten. Für Einsteiger ohne Vorkenntnisse ist es eher schwierig, sich in das Buch hineinzufinden. Punkte: 3 von 4 |
| Eignung | Meiner Meinung nach richtet sich das Buch an erfahrene Führungskräfte, die sich bereits kognitiv mit dem Führen von Teams sowie dem Zusammenhang zwischen Team- und Organisationsentwicklung auseinandergesetzt haben. Eine weitere Zielgruppe sind die für die Organisation verantwortlichen Personen. Darüber hinaus eignet es sich auch als Seminarleitfaden für Trainerinnen und Trainer. |
| Relevanz | Teamführung und -entwicklung sind weder in der Weiterbildungslandschaft noch in der gängigen Literatur neue Themen. Das heißt jedoch nicht, dass in diesem Bereich alles gut läuft. Ich halte dieses Buch für einen guten und brauchbaren Ratgeber mit validen Tipps. Die hier vorgeschlagene Art der Teamführung muss jedoch im Unternehmenskontext abgestimmt werden und zur Führungskultur passen. Punkte: 4 von 4 |
Die Testleserinnen: Susanne Böttger-Schösser ist seit 1995 im Personalwesen tätig. Als selbstständige Beraterin begleitet sie Unternehmen und Organisationen in den Bereichen Personalentwicklung, Recruiting und Arbeitsrecht. Kontakt: bit.ly/4q6mgb0
Gaby Hasler Herzberg ist diplomierte Spielpädagogin und systemischer Coach. Seit über 20 Jahren engagiert sie sich für spielerisches Lernen und unterstützt Bildungsfachleute, Führungskräfte und Teams durch Schulungen und Coaching. Kontakt: spielbar.ch
Daniela Sauermann ist systemischer Coach, Supervisorin, Mediatorin und Organisationsberaterin. Seit 2006 führt sie ihr Unternehmen FcF Institut in Berlin und berät bei der Gestaltung von Veränderungs- und Innovationsprozessen. Kontakt: fcf-institut.de
Michaela Schlaiß ist Personal- und Organisationsentwicklerin, Trainerin und Coach. Außerdem ist sie als Dozentin an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) in Mannheim tätig und wirkt an Aufstiegsfortbildungen der IHK mit. michaela-schlaiss.eu
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