Management

Teammanagement

Vielfalt des Teams zur Wirkung bringen

Die „Chemie” muß stimmen. Sie ist für die erfolgreiche Zusammenarbeit im Team mindestens ebenso wichtig, wie die Ergänzung von fachlichem Wissen und Können. Entscheidet doch das „Wie” der Zusammenarbeit über die Qualität des erzielten Ergebnisses. Kenntnis über die unterschiedlichen Denk- und Verhaltensstile der einzelnen Teammitglieder schafft hierfür die Voraussetzung und hilft, persönliche Vorurteile abzubauen. ManagerSeminare sprach mit Ann Herrmann-Nedhi, Chief Executive Officer der Ned Herrmann Group in Lake Lure im US-Bundesstaat North Carolina, wie sich unterschiedliche Verhaltensweisen auf die Zusammenarbeit auswirken und inwieweit das von ihren Unternehmen weltweit vertriebene Hermann Dominanz-Instrument (HDI) dabei Hilfestellung geben kann.
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• Was macht das Hirn-Dominanz-Instrument so leistungsfähig?

Ann Herrmann: Damit können wir besser verstehen, warum Menschen eine Sache gerade so und nicht anders tun. Das schließt das Bildungsverhalten mit ein, und auch die Berufswahl – warum jemand in einem Beruf zufrieden ist und in einem anderen nicht. Das Hirn-Dominanz-Instrument (HDI) erklärt uns auch, warum manche Menschen sich zum Analytischen hingezogen fühlen, andere zum Emotionalen und wieder andere dazu tendieren, Sachverhalte durch die emotionale Brille zu sehen. Wieder andere betonen eher den Zukunftsbezug in ihrer Weltsicht und suchen nach Chancen und Möglichkeiten. Natürlich gibt es auch jedwede Mischungen zwischen diesen Denkstilen. Wenn wir all das wissen, fällt es uns auch leichter, sich selbst als Mensch zu beurteilen und herauszufinden: Wo passe ich hin? Wie kann ich meinen persönlichen Denkstil sinnvoll einbringen? Wie kann ich als Manager einen Beitrag für meine Organisation leisten? Das sind wertvolle Einordnungs- und Orientierungshilfen …

• …auch für Menschen, wenn sie Teams bilden und in gemeinsamer Arbeit zu Ergebnissen kommen wollen?

Ann Herrmann: Ganz bestimmt! Eine der verbreiteten Anwendungen des HDI gibt einen Rahmen, in dem speziell Teams verstehen lernen, wo die einzelnen Personen ähnlich und wo sie unterschiedlich sind. Das erleichtert den Teambildungsprozeß sehr. Gerade in Gruppen, die mit Mitgliedern aus ganz unterschiedlichen Funktionen besetzt sind, ist es wichtig, daß die Mentalitäten sich verstehen und nicht aufeinanderprallen, auch wenn es große Unterschiede gibt. Ohne gegenseitiges mentales Verständnis ist die Arbeit in diesen Cross-Functional-Teams sehr unbefriedigend, weil unproduktiv. Viele Unternehmen unterschätzen die negative Dynamik, die von Unverständnis ausgehen kann. Sie schmeißen ihre Leute einfach ins kalte Wasser und sagen „Nun macht mal schön”. Aber ohne einen vernünftigen Teambildungsprozeß können die unterschiedlichen Charaktere nie ihre Synergien entfalten…
Autor(en): Axel Gloger
Quelle: managerSeminare 22, Januar 1996, Seite 74-76
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