Beiträge m&t

Tagen

Streit um das Hotelranking

Der Grand Prix der Tagungshotels wird jedes Jahr mit Spannung erwartet: Bei der diesjährigen Preisverleihung wurden nicht nur die besten Tagungshotels ausgezeichnet, sondern es kam auch zu einem offenen Streit der Veranstalter über die Qualität des Rankings.
Kostenfrei für Abonnent/innen von managerSeminare
Downloaden
Die Durchführung eines Tagungshotelrankings ist mit einer großen Verantwortung verbunden. Hotels, die auf den vorderen Plätzen landen, können mit höheren Umsätzen rechnen, während abgeschlagene Hotels mit einem Malus zu kämpfen haben. Der diesjährige Wettbewerb endete mit einem Eklat. In seiner Eröffnungsrede gab Rudi Neuland, Geschäftsführer und Unternehmensberater der Neuland GmbH bekannt, dass er in diesem Jahr zum letzten Mal Mitveranstalter und Herausgeber des Buches 'Ausgewählte Tagungshotels zum Wohlfühlen' sein wird: 'Als Herausgeber werde ich mich in Zukunft nicht mehr zur Verfügung stellen. Der Verleger hat mir mit einer Unterlassungsklage gedroht, weil ich bei den Trainingsinstituten nachgefragt habe, warum sie sich an der Befragung nicht beteiligt haben.'

Zur Vorgeschichte der Befragung: Die 161 Hotels, die sich durch ihre Aufnahme in den Tagungshotelführer für den Grand Prix vorqualifiziert hatten, wurden aufgefordert, dem Verlag maximal 25 Adressen ihrer Kunden zur Verfügung zu stellen. 115 Hotels haben davon Gebrauch gemacht (durchschnittlich 20 Anschriften), 23 Hotels haben auf den Datenschutz verwiesen, 23 Hotels haben nicht geantwortet.

Aus dem Adressenbestand schickte der Verlag im März 4.400 Trainern und Personalentwicklern aus Unternehmen einen nummerierten Stimmzettel per Post, auf dem sie ihre Hotelfavoriten durch eine Punktvergabe von 1 bis 10 bewerten konnten. Nach Neulands Ansicht ist die Befragung schief gelaufen. 'Viele Hoteliers haben sich bei mir beschwert, weil ihre Kunden den Fragebogen nicht erhalten haben. Auf Nachfrage bei den Trainingsinstituten teilten mir diese mit, dass sie den Fragebogen nicht als Abstimmungsinstrument wahrgenommen haben.
Autor(en): Annette Stoessel
Quelle: management&training 07/00, Juli 2000, Seite 12-16
Wir setzen Analyse-Cookies ein, um Ihre Zufriedenheit bei der Nutzung unserer Webseite zu verbessern. Diese Cookies werden nicht automatisiert gesetzt. Wenn Sie mit dem Einsatz dieser Cookies einverstanden sind, klicken Sie bitte auf Akzeptieren. Weitere Informationen finden Sie hier.
Akzeptieren Nicht akzeptieren
nach oben Nach oben