Management

Skillmanagement

Wissensträger identifizieren

Auf Knopfdruck wissen, welches Wissen im Unternehmen vorhanden ist bzw. welche Kompetenzen noch fehlen…? Den Traum eines jeden Personalers wollen Softwarefirmen mit so genannten Skillmanagement-Programmen erfüllen. Sie bauen digitale Datenbanken auf, mit denen Fähigkeiten und Kenntnisse von Mitarbeitern zentral verwaltet werden. Wie aber funktioniert das? Und wo liegen die größten Stolperfallen?
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“Endlich können wir unsere Personalinstrumente miteinander verbinden”, freut sich Corinne Kaltenkirchen. Der Spaß an ihrem neuen Projekt ist der Personalerin noch nicht vergangen. Dabei schultert die 34-Jährige eine große Aufgabe: Kaltenkirchen leitet bei Siemens Power Generation die weltweite Einführung eines so genannten Skillmanagement-Systems. Sie baut eine Datenbank auf, in der Fähigkeiten, Erfahrungen und Kenntnisse aller Mitarbeiter zentral erfasst werden sollen. Keine leichte Mission, schließlich baut Siemens Kraftwerke in aller Welt, von Kuwait bis Korea. Und genauso weit verstreut ist die Belegschaft. Von den mehr als 25.000 Mitarbeitern sind nur 3.750 in der Zentrale in Erlangen tätig.

Mittlerweile haben bereits 500 Mitarbeiter ihre Kompetenz-Profile für das Programm mit der griffigen Abkürzung COMPASS (Competency Management Assistance) ausgefüllt, ihre Kompetenzen von technischem Know-how bis zu Soft Skills wie Entscheidungsfähigkeit angegeben. Auch die parallelen Bewertungen durch die Führungskräfte sind bereits eingegangen. Viel Arbeit bereiten Projektleiterin Kaltenkirchen derzeit vor allem die Jobprofile, die zeigen sollen, welche Skills für welche Stelle im Haus benötigt werden. Präzise Profile sind besonders wichtig, da ohne diese Soll-Daten keine Weiterbildungsplanung und kein Weiterbildungscontrolling möglich ist. Kaltenkirchen: “Nur so kann der Mitarbeiter erkennen, an welchen Kompetenzen er arbeiten muss.”

Mit seinem COMPASS gibt Siemens die Richtung im elektronischen Kompetenzmanagement vor: Die Personalakte, sauber gelocht und abgeheftet, verschwindet. Die Zukunft gehört dem digitalen Mitarbeiter-Management. Künftig sollen Personalverantwortliche alles im Blick haben: nicht nur Basisdaten wie Alter, Adresse und Ausbildung, sondern auch Wissen, Bildungshistorie und Erfahrungen. Hat der Mitarbeiter schon einmal ein Projektteam geleitet? Kann er Spanisch? Kennt er sich mit Powerpoint aus?

Extras:
  • Unternehmens-Beispiel: Putzmeister AG - Skillmanagement bei einem Mittelständler.
  • Info-Kasten: Sieben Schritte für die erfolgreiche Einführung von Skillmanagement.
Autor(en): Constantin Gillies
Quelle: managerSeminare 69, September 2003, Seite 78-84
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