Lernen

SIETAR Europa Congress 2005

Multikulturelle Teams brauchen Vertrauen

Neueste Erkenntnisse über multikulturelle Teams wurden auf dem SIETAR Europa Congress 2005 Ende September im südfranzösischen La-Colle-sur-Loup präsentiert. Die Ausführungen der Referenten zeigten u.a.: International zusammengesetzte Projektgruppen sind produktiver und kreativer als nationale Teams - vorausgesetzt, die Bedingungen stimmen.
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'Your Culture, My Culture, Our Opportunity' - das Motto des 15. Europa-Kongresses des internationalen Netzwerkes der 'Society for Intercultural Education, Training and Research' (SIETAR), der Ende September im südfranzösischen La-Colle-sur-Loup stattfand, war alles andere als eine Floskel - zumindest, was multikulturelle Teams angeht. Denn, so erfuhren die rund 400 Teilnehmer u.a. auf dem Kongress, multikulturelle Teams verfügen über ein höheres Potenzial für Produktivität als homogene Teams.

Den unterschiedlichen Erwartungshaltungen und Werten, den Kommunikations- und Koordinationsproblemen, die zu Missverständnissen und Misstrauen führen können - also den so genannten Missfaktoren -, haben internationale Teams eine Reihe von Vorteilen entgegenzusetzen: Flexibilität, Inspiration, Kreativität, Multiperspektivität. Ein Problem gibt es allerdings: Das Leistungspotenzial der kulturellen Vielfalt wird in der Praxis häufig nicht ausgeschöpft.

Unter welchen Bedingungen multikulturelle Teams ihren Wettbewerbsvorteil nutzen können, war daher Gegenstand eines Forschungs- und Entwicklungs-Projektes der Fachhochschulen Winterthur und Chur in Kooperation mit vier Schweizer Unternehmen, das Prof. Samuel van den Bergh, Leiter des Zentrums für Interkulturelle Kompetenz an der FH Winterthur, vorstellte. Mittels seines Projektes hat van den Bergh Parameter multikultureller Hochleistungsteams ermittelt und einen Methodenansatz für das Management solcher Teams einschließlich der praktischen Umsetzung entwickelt. Ältere Studien zeigen nämlich, dass es in multikulturellen Teams keine oder kaum durchschnittliche Effektivität gibt: Sie sind entweder höchst effektiv oder höchst ineffektiv. Woran also liegt es, in welche Richtung der Zeiger ausschlägt?

Extras:
  • Service: E-Mail-Kontakte der Workshopleiter sowie die Kongressdokumentation im Netz
Autor(en): Helga Holter
Quelle: managerSeminare 92, November 2005, Seite 60-61
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