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Recruiting

VR-Games können Intelligenz vorhersagen

VR-Technologien bieten neuartige Möglichkeiten zur Simulation von Arbeitsumfeldern und werden deswegen von vielen Personalerinnen und Personalern in Recruiting-Prozessen eingesetzt. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Fachhochschule Vorarlberg, der Universität Liechtenstein und der Universität zu Köln fanden nun heraus, dass VR-Games sogar Rückschlüsse auf die Intelligenz und intellektuellen Fähigkeiten einer Person ermöglichen. Im Rahmen der Studie luden die Forschenden mehr als 100 Teilnehmende in ihr Labor ein und ließen sie das kommerzielle VR-Spiel „Job-Simulator“ spielen. Im Anschluss absolvierten die Teilnehmenden eine Kurzversion des Intelligenztests BIS-4. Die Auswertungen zeigen, dass sich mit jedem richtigen Punkt im Intelligenztest die Spielzeit um durchschnittlich 0,05 Prozent reduziert oder anders ausgedrückt: Ein Anstieg von 100 Testpunkten ging mit einer Reduktion der Spielzeit von durchschnittlich 1,7 Minuten einher. Spielerinnen und Spieler, die das VR-Spiel schneller beendeten als andere, schnitten also insgesamt besser im Intelligenztest ab.

VR-Spiele können intellektuelle und kognitive Fähigkeiten anzeigen. Da die Intelligenz einer der am häufigsten verwendeten voraussagenden Faktoren für die Arbeitsleistung im Beruf ist, könnten VR-Games für das Personalmanagement von Firmen interessant sein. Julia M Cameron/Pexels

Neben der allgemeinen Intelligenz spiegelten sich auch intellektuelle Fähigkeiten, wie die Verarbeitungskapazität, im Spielerfolg wider. Außerdem deuten die Ergebnisse darauf hin, dass auch das figurale Denken und die Merkfähigkeiten im VR-Spiel gefragt und bei den schnelleren Spielern besser ausgeprägt waren. Da Intelligenz und intellektuelle Fähigkeiten zu den zuverlässigsten Prädiktoren menschlicher Arbeitsleistung zählen, können Personalerinnen und Personaler durch den Einsatz von spielbasierten VR-Technologien erkennen, welche Personen besonders leistungsfähig und eher für einen angebotenen Job geeignet sind. Der Recruiting-Prozess bzw. die Auswahl für den richtigen Kandidaten kann somit also erleichtert werden. Für die Anwendung in der Praxis empfehlen die Forschenden jedoch die gezielte Entwicklung und den Einsatz sogenannter Serious Games. Kommerzielle VR-Spiele wie Job-Simulator seien zu repetitiv: Wer es bereits kennt, hat einen klaren Vorteil.

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