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Recht

Gewappnet für den Insolvenzfall

Das Honorar ist fällig, aber der Kunde zahlt nicht? Das ist das erste Alarmzeichen von drohender Zahlungsunfähigkeit. Welche Maßnahmen der Trainer ergreifen kann, um im Insolvenzfall seines Kunden nicht mit in die Tiefe zu fallen, erläutert Matthias Lindow.
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In den letzten Jahren löste erst das Thema CBT euphorische Erwartungen aus, dann das Thema e-Learning. Manche Trainingsunternehmen wussten scheinbar gar nicht mehr, wohin mit dem Geld; bis es eines Tages ausging. So gibt es mittlerweile wie überall im 'neuen Markt' auch hier die ersten Insolvenzen.

Viele Trainer sind in ihrem Beruf Profis, doch über Insolvenz denken die meisten erst nach, wenn es so weit ist. Und dann ist es oft zu spät. Glücklicherweise sind Trainerinsolvenzen recht selten. Doch der Trainer hat auch Kunden. Und für seine Kunden sollte der Trainer sich Zeit nehmen. Nicht zuletzt, um sie zu analysieren, zu beobachten und rechtzeitig ihre Probleme zu erkennen. Der Kunde ist zwar nicht der Gegner im Ring; im Gegenteil will der Trainer ja seinen 'Fighter' coachen und ihm dadurch zum Sieg am Markt verhelfen. Aber der Trainer sollte auch sehen, dass er nicht selbst mit in den Ring steigt. Sonst geht nicht nur sein 'Fighter' 'k.o', sondern vielleicht er selbst gleich mit. Und ein Trainer, nennen wir ihn Kraus, fragt sich nun natürlich: Was geht es mich an, wenn mein Kunde k.o geht?

Schauen wir doch einmal, was übrig bleibt von seinem Honorar. Gehen wir davon aus, Kraus hätte über Monate die Mitarbeiter des Kunden in der Vertriebsabteilung zu den Themen Kommunikation und kundenorientiertes Telefongespräch trainiert und gecoached. Seine Honorare wurden zwar anfangs gezahlt, dann aber ging es mit der Liquidität des Unternehmens bergab. Auch die Pfeile der anderen Zahlen im Unternehmen wiesen nach unten. Und so wurden die fälligen Honorare nicht mehr gezahlt. Mittlerweile sind Forderungen des Trainers Kraus gegen seinen Kunden von 50.000 Mark aufgelaufen. Kraus benötigt das Geld; seine Kosten laufen weiter, seine Lebenshaltung bestreitet er aus seinen Reserven und überhaupt: Er wird allmählich nervös. Da meldet sein Kunde Insolvenz an.
Autor(en): Matthias Lindow
Quelle: management&training 05/01, Mai 2001, Seite 44-45
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