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Stars in den Startlöchern

Procurement Universities

Heraus aus der hinteren Ecke der Organisation, hinauf auf die große Bühne des strategischen Managements – diese Entwicklung durchlaufen vielerorts die Einkaufsressorts. Um die Beschaffungsspezialisten auf die neue Rolle vorzubereiten, nehmen die Unternehmen bis zu siebenstellige Eurobeträge in die Hand. Gute Chancen auf Aufträge haben jene Trainingsanbieter, die nicht nur wissen, was die Einkäufer lernen müssen, sondern auch, wie sie lernen wollen.

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Die Firmen-Universität hat eine kleine Schwester bekommen – die Procurement University. Das Besondere dieser Einrichtung: Hier drücken ausschließlich Einkäufer die Schulbank, jene Manager, die die Zulieferer ihrer Unternehmen aussuchen und steuern. Auf dem Lehrplan stehen Themen wie Verhandlungsführung, Wertkettenmanagement und Prozessverbesserung. Einige weltweit tätige Konzerne – etwa Nahrungsmittel-Multi Nestlé, Flugzeugbauer Airbus und Elektrokonzern Siemens – haben solche auf Beschaffungsthemen spezialisierten Bildungsstätten bereits in Betrieb.

Seit der Jahrtausendwende wächst dieser neue Weiterbildungsbereich heran, blieb allerdings vor den Augen der Öffentlichkeit über Jahre verborgen. Nur Insider wussten von dem neuen Trend, die Procurement Universities oder Purchasing Academies – wie die Weiterbildungsprojekte auch genannt werden – bildeten einen kleinen, feinen Markt.

Das änderte sich erst Ende vergangenen Jahres: Die European Business School (EBS) schob den neuen Typ Firmen-Bildungsstätte ins Rampenlicht – ihr auf Einkauf spezialisiertes Supply Chain Management Institute (SMI) schrieb unter dem Titel „Talents in Supply Chain Management“ einen weltweiten Wettbewerb aus. Ziel: Die besten Weiterbildungseinrichtungen für Einkäufer sollten gesucht, prämiert und präsentiert werden. Am 30. September 2009 wurden die Scheinwerfer angeschaltet – die Bildungsstätte von Siemens gewann bei der Ausscheidung die Goldmedaille, Silber ging an Nestlé, Bronze an Swisscom und US Postal Service.

Diese kleine Weltmeisterschaft ist Sinnbild einer Trendwende: Das Einkaufsressort verlässt die hintere Ecke der Organisation. Seine Mitarbeiter sind nicht mehr länger die grauen Mäuse, für die sich keiner so recht interessiert, sie sollen jetzt auf der großen Bühne mitspielen.

Extras:

  • Weiterbildung im Einkaufsressort: Im September 2010 erscheint im Wiley VCH Verlag eine Studie zum Thema – managerSeminare fasst die wichtigsten Ergebnisse vorab zusammen
  • 'Das Ressort muss mehr Schlagkraft bekommen': Interview mit der Procurement-Expertin Nicole Gaiziunas

Autor(en): Axel Gloger
Quelle: managerSeminare 149, August 2010, Seite 62 - 67 , 23034 Zeichen

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