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Wenn Technik mitdenkt

Pervasive Learning

Sonnenbrillen, auf deren Gläsern ein Englischkurs läuft, Schränke, die erklären, wie sie aufgebaut werden – in Zukunft werden Alltagsgegenstände zu Dozenten, der gesamte Alltag zum Seminarraum. Das zumindest ist die Vision des sogenannten Pervasive Learning, des allgegenwärtigen Lernens. Die Technik ist schon fast so weit. Doch nicht alles, was theoretisch möglich ist, wird auch umgesetzt werden, sagen Lerntechnik-Experten. Anderes, was fast unmöglich scheint, gibt es schon.


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1. Juli 2020, 9 Uhr: Marion Schröders erster Arbeitstag beginnt. Die Empfangsdame händigt der jungen Uniabsolventin ihr persönliches Tabletbook aus — ein durchsichtiges Display, so groß wie ein DINA4-Blatt, das sich falten und in die Tasche stecken lässt. Dieses Gerät übernimmt die Einarbeitung: Sobald Schröder es vor ihre Augen hält, erscheinen auf der durchsichtigen Folie Anweisungen und Informationen: 'Bitte begeben Sie sich in den 7. Stock.' Ein blinkender Pfeil weist den Weg zum Aufzug.

Und so geht es weiter. Das Tabletbook führt Schröder durch das Gebäude, stellt Kollegen vor. 'Richard Metz, 38, Controlling, Hobby: Golf', erscheint, als ein junger Mann in den Aufzug steigt. Einen ersten Termin zeigt das Tabletbook auch an: Ab sofort könne Schröder am Bildschirm ein Kurzseminar in Business-Englisch absolvieren. Schröder ist von dem Angebot nicht überrascht. Sie weiß, dass das Tabletbook ihr Kompetenzprofil vom Uni-Rechner heruntergeladen hat. Fremdsprachen waren bislang nicht ihre Stärke.

Eine gewagte Vision? Nein, sagen Technikexperten. Sie prognostizieren, dass Lernen in Zukunft genau so aussieht. Angestellte von morgen wie Marion Schröder lernen selbstverständlich überall und jederzeit – mithilfe allgegenwärtiger Elektronik. Vorbei sind die Zeiten, in denen sich Menschen noch in einen speziellen Raum begeben oder vor einen bestimmten Bildschirm setzen mussten, um Wissen zu tanken. 'Alles, was der Mensch zum Lernen braucht, wird ihn künftig umgeben', prognostiziert Djamshid Tavangarian, Informatik-Professor an der Universität Rostock. Pervasive Learning, allgegenwärtiges Lernen, wird die Vision genannt, und zumindest was die Technik angeht, scheint sie schnell näher zu rücken.

Extras:

  • Service: Hinweise auf zwei Webseiten, die Forschungsprojekte vorstellen, sowie auf einen Fachartikel zum Thema Mobile Learning

Autor(en): Constantin Gillies
Quelle: managerSeminare 145, April 2010, Seite 52 - 56 , 17660 Zeichen
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