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Personalentwicklung

Fast alle HR-Profis stehen unter Stress

Der Druck auf Deutschlands Personalabteilungen steigt – und das in wachsendem Ausmaß. Zu diesem Schluss kommt der Arbeitsmarktreport des Jobnetzwerks Xing, eine repräsentative Studie, an der insgesamt 2.300 Beschäftigte in Deutschland teilgenommen haben, darunter 300 HR-Professionals. 85 Prozent von ihnen berichten demnach von hoher emotionaler Belastung und Stress im Job – fast 20 Prozent mehr als noch 2024. Die Ursachen dafür sehen die Autorinnen und Autoren der Studie darin, dass Recruiterinnen und Recruiter sich mitten im Spannungsfeld aus Fachkräftemangel, steigenden Anforderungen des Managements sowie immer anspruchsvolleren Bewerberinnen und Bewerbern befinden.

Recruiterinnen und Recruiter in Deutschland stehen mitten im Spannungsfeld aus Fachkräftemangel, steigenden Anforderungen des Managements und immer anspruchsvolleren Bewerberinnen und Bewerbern.

Unsplash/Getty Images

Gerade in diesem Spannungsfeld fühlen sich viele HRler nicht angemessen gewertschätzt: Laut Studie sind 82 Prozent der Befragten der Meinung, dass sie von ihrem Arbeitgeber nur wenig Anerkennung für ihre Arbeit erhalten. Und wenn die Wertschätzung fehlt, kommen Menschen schnell an ihr Limit, weiß Studienautor Thomas Kindler. Die fehlende Wertschätzung führt den Ergebnissen zufolge nicht nur zu sinkender Motivation, sondern auch zu höherer Fluktuation und letztlich zu schlechteren Ergebnissen im Recruiting selbst – denn wer das Gefühl hat, dass die eigene Arbeit keinen Rückhalt erfährt, wird langfristig weder Bewerbende begeistern noch seine Führungskräfte nachhaltig überzeugen können, heißt es in der Studie. Ein möglicher Hoffnungsschimmer: Sowohl die Unternehmen als auch die Fachbereiche können viel tun, um die HR-Abteilung zu entlasten.

Hohe Belastung in HR: So geht es Deutschlands Recruitern

Quelle: managerseminare.de; Studie „Xing-Arbeitsmarktreport 2025 – Recruiting am Limit?!“ des Personaldienstleisters Xing, n = 2.300, 2025

Neben der Förderung der Wertschätzung und dem Feiern von Erfolgen im Recruiting empfehlen die Autorinnen und Autoren der Studie auch den Einsatz von Technologie, wie etwa KI-gestützten Tools, um zeitfressende Aufgaben zu automatisieren. Darüber hinaus gilt es, die Prioritäten neu zu ordnen, mahnt Studienautor Kindler: Recruiting darf nicht als bloße Pflichterfüllung gesehen werden, sondern muss als strategische Aufgabe in der Unternehmensführung verankert sein.

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