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Personalentwicklung 50 plus

Gemeinsam mehr wissen

Aufgrund des demographischen Wandels müssen sich Unternehmen vom vorherrschenden Jugendkult abwenden und alle Generationen integrieren. Am Beispiel der Deutsche Bank AG wird deutlich, dass das Modell der 'Know-how-Tandems' nicht nur eine ideale Form des Wissenstransfers darstellt, sondern dazu geeignet ist, eine Unternehmenskultur zu schaffen, in der die Vielfalt der Altersgruppen gewahrt und zum gegenseitigen Vorteil genutzt wird.
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Die Deutsche Bank fördert und nutzt gezielt Motivation, Leistungsbereitschaft und insbesondere das Know-how erfahrener Mitarbeiter. Altersvielfalt (Age Diversity) ist zu einem wichtigen strategischen Faktor geworden, um den Erfolg und die Wettbewerbsfähigkeit der Bank auch in Zukunft sicherzustellen.

Erfahrene Mitarbeiter verfügen über umfangreiches Know-how, das in der Vergangenheit häufig nicht ausreichend wertgeschätzt und aktiviert wurde. Gut funktionierendes Wissensmanagement ist heute aber ein wichtiger Erfolgsfaktor für ein Unternehmen. Vor diesem Hintergrund nimmt die Personalarbeit der Deutschen Bank immer stärker eine lebensphasenorientierte Perspektive ein, die alle Altersgruppen gleichermaßen einschließt.
Die Etablierung einer lernenden Organisation mit gut funktionierendem Wissensmanagement und einem hohen Wertschöpfungsanteil der erfahrenen Mitarbeiter erfordert eine intergenerative Personalentwicklung (PE), die mehr umfasst als eine stärkere Durchmischung von Seminaren mit Mitarbeitern aller Altersstufen. Eine ganzheitliche Sichtweise in der Personalpolitik, die alle Altersgruppen einschließt, und das Prinzip der Gegenseitigkeit bei der Weitergabe und dem Erhalt von Wissen sind wichtige Voraussetzungen für das Funktionieren dieser Ansätze und das Vermeiden einer Stigmatisierung der Gruppe der Erfahrenen.

Im Vordergrund stehen bei diesen Maßnahmen, dass jüngere und erfahrene Kollegen voneinander lernen und sich gegenseitig unterstützen, Vertrauen aufbauen, die Erfahrungen der anderen Generationen wahrnehmen, wertschätzen und übernehmen. Da jeder Lernoder Tandempartner gleichzeitig Lernender und Experte ist, kommt es zu einem offenen Austausch von Wissen und Erfahrungen, der die Grundlage für ein gut funktionierendes Wissensmanagement bildet.
Autor(en): Dr. Ute Drewniak
Quelle: management&training 10/03, Oktober 2003, Seite 20-21
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