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Mehr Austausch beim Schichtwechsel

Organisation

Bei der BASF AG in Ludwigshafen mit ungefähr 350 Schichtbetrieben finden rund 255.000 Schichtübergaben pro Jahr statt. Häufig jedoch wird die Komplexität von Schichtübergaben unterschätzt. In diesem Beitrag stellt BASF ein Weiterbildungskonzept für Schichtleiter vor, das die Qualität und Effizienz dieses Prozesses verbessern soll.

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'Wahr ist nicht, was A sagt, sondern was B versteht.' Die Nichtbeachtung dieses Grundsatzes ist die Fehlerquelle Nummer 1 bei allen Kommunikationsschwierigkeiten. Was letztlich so trivial klingt, ist bei täglichen Arbeitsabläufen von großer Bedeutung. Dies gilt insbesondere für einen wesentlich unterschätzten Vorgang in Unternehmen: die Schichtübergabe.

Die Schichtübergabe stellt einen wichtigen Prozess in allen Unternehmen mit Schichtbetrieben dar. In Großunternehmen wie zum Beispiel der BASF-Aktiengesellschaft in Ludwigshafen mit ungefähr 350 Schichtbetrieben finden rund 255.000 Schichtübergaben pro Jahr statt. Es ist einsichtig, dass die Qualität und Effizienz dieses Prozesses für das Gesamtsystem Betrieb von entscheidender Bedeutung ist. Mangelhafte Schichtübergaben sind eine Quelle von Konflikten.

Es ist auffallend, wie häufig in Workshops zur Verbesserung der betrieblichen Zusammenarbeit, die die BASF-Weiterbildung durchführt, mangelhafte Schichtübergaben genannt werden. Offenbar schlummert hier noch einiges an Verbesserungspotenzial. Die Gründe dazu liegen auf der Hand. Während der Schichtübergabe werden die wesentlichen Informationen für den Betrieb von Arbeitsgruppe zu Arbeitsgruppe und zwischen den betrieblichen Ebenen weitergegeben. Hier werden die Fahrwerte genannt, mit der die Anlage betrieben wird, und die aufgetretenen Unregelmäßigkeiten angesprochen, die die Werker in der Anlage in den vergangenen 24 Stunden erlebt haben. Anstehende Reparaturen sind ebenso Thema wie ausgeführte Arbeitsvorbereitungen, die notwendig waren, damit die Kollegen der Technik ihre Arbeit aufnehmen können.

Autor(en): Dr. Martin Holderbaum, Dr. Wolfgang Höfling
Quelle: management&training 03/01, März 2001, Seite 26 - 29

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