Wissen

Neue Karrieremodelle

Karrierefrauen oder Frauenkarrieren?

Sind Frauen besser auf die sich abzeichnenden „neuen Karrierewege” vorbereitet? Jedenfalls müssen Frauen schon seit jeher bei der zwangsläufigen Frage nach „Kind? Karriere? Oder beides?” allzu statisch-geradlinigen Karriereplanungen durch ein Mehr an Offenheit, Flexibilität und Kreativität begegnen. Die derzeitigen drastischen Veränderungen in der Arbeitswelt gereichen ihnen somit zum Qualifikations- und Kompetenzvorsprung.
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Frauen und ihre Karriereplanung - ich fasse dieses Thema so an, wie es sich mir entwickelt hat. Es waren beispielsweise eine Kette von „Zufällen”, die mir in Form von Interviewpartnerinnen, Terminen, Artikeln, Büchern und Gesprächen zu diesem Artikel lieferten, was ich brauchte. Die „Recherche” spielte sich förmlich von selbst in meinem Leben ab - mühelos und mit Spaß.

Und da dieser Flow ebenso wie Flexibilität als wünschenswerte Eigenschaften für das Führungsverhalten der Zukunft gelten, werden also kaum statistische Informationen in diesem Artikel erscheinen. Auch nicht, welche Schulen SIE besucht, welches Studium gewählt, oder welche sonstigen strategischen Schritte die Frau zur Karriereplanung getan haben sollte.

So sagt auch Gudrun Dammermann-Prieß, Leiterin der internationalen Personalabwicklung (?) im Continental-Konzern über das neue Anforderungsprofil an Führungskräfte heute, daß auf dem Weg nach oben die Kriterien, die durch die klassische Schul- und Universitätsausbildung gefördert wurden, gegenüber anderen zunehmend an Bedeutung verlieren. Ihr Hauptaugenmerk liegt, neben „einer breiten Fachausbildung, auf Toleranz gegenüber Veränderungen, Aktions- (und Leistungs)orientierung, Interesse an allem Neuen, sozialer Kompetenz und Fähigkeiten zur Entwicklung und Vermittlung von Visionen.”

Vielmehr geht es also um Unterstützung und Mutmachen. Denn – Statistiken sehen nun einmal (noch) mager aus, was den Anteil von weiblichen Führungskräften in Spitzenpositionen angeht. Wie Rainer Brüderle, stellvertretender Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, jüngst ganz richtig dazu bemerkte, ist festzustellen, daß sich die Frau in Führung immer noch durch eines auszeichnet: Seltenheit. Also, keine solchen Zahlen mehr – wir kennen Sie und sie entfachen eher Wut als Mut. Zumal, sie sind ein Blick in den Rückspiegel!

Sattsam bekannt ist, daß Frauen heute über eine erstklassige Ausbildung verfügen und mit rund 50% Studienabgängen ein Leistungs- und Qualifikationspotential darstellen, das für die Wirtschaft schlichtweg unverzichtbar ist. Umso mehr, als sie in Bezug auf die zentralen Fähigkeiten der Führungskraft der Zukunft – Teamfähigkeit und Kommunikationsstärke – schon heute hervorragend abschneiden…
Autor(en): Isis Herzog
Quelle: managerSeminare 23, April 1996, Seite 90-94
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